Lars Ruppel
© 2010 Sven Bachmann | pixelshaping 

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Verbale Ergüsse und ein Frontalangriff auf die Lachmuskulatur - es ist wieder Poetry-Slam-Zeit! Ab dem 11. September können wir erneut im Jokus ganz besonders lachen, philosophieren und staunen zugleich. Denn mit den amüsanten und überraschenden Wortverzwirbelungen und Gedankensprüngen bringen die Poetry-Slam-Künstler unsere grauen Zellen wieder auf Trapp

Es geht um den tückischen Studentenalltag, Helden unserer Kindheit, reisende Poeten und natürlich um die liebe Liebe! Und machmal geht es auch um Brot, oder Frida. Geübte und jungfräuliche Dichter und Denker philosophieren über Körperteile, Früchtetee oder ohne Ende Und das verbreitet im Saal allerlei unkontrollierte Gefühlsregungen von Schmunzeln über Tränen bis hin zu ausgewachsenen Lachkrämpfen. Aber nicht nur von der Bühne kommen unzählige humoristische Ohrenschmäuse geflogen. Auch inmitten des Publikums wimmelt es nur so von spontanen Eingebungen, Randbemerkungen und Forderungen nach Extrapunkten für die Bewertung der Dichter. Denn der Sieger wird natürlich höchstdemokratisch von der Zuhörerschaft gewählt!

Die Hitzepause ist nun vorbei und zum spätsommerlichen Start der erfolgreichen Poetry-Slam-Reihe im Jokus haben wir mit Lars Ruppel, der Poetry Slam Koryphäe aus Butzbach und zugleich Moderator, wenn gar nicht "Vater", des Poetry Slams im Jokus, einen kurzen Plausch gehalten.

Was machst Du eigentlich hier? (unsere obligatorische Einstiegsfrage)
Gut, und dir? (meine obligatorische Einstiegsantwort)

Was ist ein Poetry Slam? 
Ein Dichterwettkampf, bei dem das Publikum die auftretenden Künstler bewertet.

Was ist das Besondere am Poetry Slam?
Der Verzicht auf Effekte.

Wie gewinnt man einen Poetry Slam? 
Effekte! Effekte! Effekte! Sprachliche Effekte wohlbemerkt.

Wie ist die Gießener Poetry-Slam-Szene? 
Voll gut! Vanessa Komischke, Thomas Behrend, Stefan Dörsing, Nikolai Fritzsche, Nils Beyer und dieser eine Typ, der nur einmal da war und so saulustig war und nie wieder aufgetaucht ist. Der mit dem Satz "Dann ließ ich mir zu FFH-Musik das Gesicht vergewaltigen."

Wie bist Du zum Poetry Slam gekommen?
Im Alter von 16 Jahren und wegen des Freibiers. Da bin ich ehrlich. Dann habe ich gesehen, was die Anderen da mit Sprache machen und war begeistert und bin es bis heute.

Was ist Deine Verbindung zu Gießen? 
Als Kind fuhren meine Eltern zum Weihnachtsgeschenkekaufen immer nach Gießen. Das war für mich die Stadt, wo das Lego besorgt wird. Im früheren Fuhr (bin mir nicht sicher, diese Passage, wo es früher so viele Restaurants gab) durfte ich dann immer einen frischgepressten Saft trinken. Das war das Beste.

Welches war Dein überraschendstes Erlebniss in Gießen?
Einmal haben mir auf der Straße Aktivisten vom Naturschutzbund meinen Rucksack angepasst, weil ich die Hände voll hatte.

Welches sind Deine liebsten Plätze in Gießen?
Der Park hinter dem Stadttheater. Und das Stadttheater. Und das Jokus natürlich.

Du kommst viel rum, gibt es überhaupt eine schönere Stadt als Gießen?
Klar! … (von der Redaktion zensiert!)

Was sind Deine nächsten Pläne? 
Noch einen Kaffee.

Was sind Deine Ziele (träumen erlaubt )?
Eine Welt ohne FDP, NPD und GEMA.

 

Und hier geht's weiter!
11. September
16. Oktober
13. November
18. Dezember

Einlass ist um 19 Uhr und Start um 20 Uhr im Jokus. Ein Vorverkauf, den wir Euch nur wärmstens ans Herz legen möchten, gibt's im Dürerhaus am Kreuzplatz, Ecke Kaplangasse (Seitenstraße Seltersweg). Der Eintritt kostet 5 Euro.