Eine Ausnahmegenehmigung kann insgesamt nur für eine weitere Beratungsstelle eines Steuerberaters erteilt werden (§ 34 Abs. 2 S. 6 StBerG). Die Ausnahmegenehmigung wird grundsätzlich längstens auf 2 Jahre befristet. Die Ausnahmegenehmigung kann verlängert werden, wenn die Voraussetzungen vor Ablauf der Befristung erneut nachgewiesen werden (§ 11 Abs. 4 BOStB).
Als Nahbereich im Sinne des § 34 Abs. 2 S. 2 StBerG wird ein luftlinienförmiger Umkreis von etwa 50 km verstanden, wobei die Erreichbarkeit des Beratungsstellenleiters für Mandanten, Behörden und andere Berufsangehörige in einer angemessener Zeit von einer Stunde gewährleistet sein muss. 
Hinweis: Das Nahbereichserfordernis ist kein Tatbestandsmerkmal der Ausnahmegenehmigung, sondern dient zur Prüfung, ob eine weitere Beratungsstelle ordnungsgemäß durch einen anderen Steuerberater geleitet wird. Es kann jedoch im Rahmen eines Ausnahmeantrages – neben anderen Kriterien -  indiziellen Charakter dafür tragen, dass eine Verletzung von Berufspflichten im Falle einer Ausnahmegenehmigung nicht zu erwarten ist.