Nach wie vor werden Kampfmittel der ehemaligen Deutschen Wehrmacht und deren Kriegsgegner gefunden, vor allem bei Bodeneingriffen im Zusammenhang mit Bauvorhaben aber auch bei Aktivitäten in der Natur. Unter Kampfmittel werden dabei Bomben, Minen, Granaten, Munitionen oder auch Munitionsteile verstanden, die aus dem 2. Weltkrieg stammen. Da solche militärischen Sprengmittel nahezu unbegrenzt lagerfähig sind, können diese über mehrere Jahrzehnte hinweg sprengfähig bleiben.

Die Beseitigung von Kampfmitteln ist deshalb auch Jahrzehnte nach Beendigung des II. Weltkrieges immer noch eine Aufgabe der Gefahrenabwehrbehörden und somit die Arbeit von Spezialisten mit besonderer Fachkunde.

Bei Maßnahmen die nicht durch den Kampfmittelräumdienst abgearbeitet werden, ist durch die zuständige Behörde ein geeignetes Unternehmen einzusetzen (Fachfirma mit einer Berechtigung nach dem Sprengstoffgesetz).

Wenn Sie als Fachfirma in der Kampfmittelbeseitigung den Auftrag einer Kampfmittelbeseitigung oder -erkundung erhalten, müssen Sie die Eröffnung einer Räumstelle und die Aufnahme der Arbeiten 2 Wochen vor Aufnahme dieser Arbeiten, die Einstellung und Schließung unverzüglich der sprengstoffrechtlich zuständigen Behörde anzeigen.

In der Anzeige der Eröffnung einer Räumstelle müssen die mit der Leitung der Räumstelle beauftragte Person sowie sonstige verantwortliche Personen angegeben werden. Eventuelle personelle Veränderungen müssen unverzüglich mitgeteilt werden.