Dolmetscher, die nicht allgemein beeidigt sind, können ebenfalls zu Gerichtsverhandlungen hinzugezogen werden. Vor Beginn der Tätigkeit muss der Dolmetscher dann allerdings für diese Verhandlung durch den zuständigen Richter vereidigt werden.

Nach § 7 des Hessisches Dolmetscher- und Übersetzergesetzes dürfen natürliche Personen, die in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum als Dolmetscherin, Dolmetscher, Übersetzerin, Übersetzer oder in einer vergleichbaren Tätigkeit rechtmäßig niedergelassen sind, diese Tätigkeit im Land Hessen vorübergehend und gelegentlich ausüben. Die Personen haben die erstmalige Wahrnehmung der Tätigkeit vorher der Präsidentin oder der Präsident des Landgerichts Frankfurt am Main schriftlich anzuzeigen. Die Aufnahme der vorübergehenden Dienstleistung sowie ihre Verlängerung sind in die Dolmetscher- und Übersetzerdatenbank aufzunehmen.