Hintergrund - Allgemein
Hintergrund - In der Stadtregion

Ziele von REFINA in der Stadtregion
Zeitplan
Kurzbeschreibung des Forschungsprojektes
Angestrebte positive Effekte

 

Hintergrund

Allgemein

Folgen einer übermäßigen Flächeninanspruchnahme durch Siedlungs- und Verkehrsflächen:

  • Ökologische Folgen, z. B. reduzierte Grundwasserneubildung und vermehrt Hochwasserereignisse, Beeinträchtigung der Frischluftbildung
  • Ökonomische Folgen, z. B. wachsenden Schwierigkeiten in der Vermarktung der Flächen, fallende Grundstücks- und Immobilienpreise
  • Städtebauliche Folgen, z. B. zunehmende Leerstände und Brachen

Die Bundesregierung möchte dem übermäßigen Ressourcenverbrauch deshalb entgegenwirken. Die Ziele der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung in Bezug auf Flächeninanspruchnahme für neue Siedlungs- und Verkehrsflächen sind die Verminderung der täglichen Inanspruchnahme auf 30 ha sowie eine vorrangige Innenentwicklung (Verhältnis von Innen- zu Außenentwicklung = 3:1) bis zum Jahr 2020. Um diese Ziele zu erreichen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) u. a. den Förderschwerpunkt REFINA gesetzt. Ergebnisse des Förderprojekts sollen handlungsorientierte Strategien und verbesserte Instrumentarien für eine flächensparende Siedlungsentwicklung durch interkommunale Abstimmung, effizientere Bauweisen und eine Flächenkreislaufwirtschaft, die Erhaltung bzw. Wiederherstellung natürlicher Bodenfunktionen sowie die Sicherung von Freiräumen sein.
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In der Stadtregion

Die Stadtregion Gießen-Wetzlar mitsamt den dazugehörigen Umlandgemeinden befindet sich aktuell in einer schwierigen Situation. Die Bevölkerungsentwicklung in der gesamten Stadtregion stagniert, bereits ab 2020 wird die Bevölkerung schrumpfen. Die Auslastung der Infrastruktur sinkt, damit steigen die Kosten für die öffentlichen Haushalte und entsprechend auch für die Bürgerinnen und Bürger. Ein Überangebot an Baugebieten führt zu weiteren ökonomischen Risiken für die Kommunen. Es besteht die Gefahr großer, nicht rückholbarer Fehlinvestitionen. In einer globalisierten Welt ist die Region außerdem einem harten Wettbewerb um Wirtschaftskraft und Einwohner ausgesetzt. Die Erfahrung aus vergleichbaren Regionen zeigt, dass kleinteilige Lösungswege und Handlungskonzepte einzelner Kommunen in der Regel nur von kurzem Erfolg sind und keine nachhaltige Alternative zu großräumigeren, gemeindeübergreifenden Konzepten darstellt.
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Ziele von REFINA in der Stadtregion

Ziel ist es eine auf die Stadtregion Gießen-Wetzlar zugeschnittene, innovative und handlungsorientierte Strategie zu erarbeiten, die eine abgestimmten Flächenentwicklung ermöglicht und zu einer Reduzierung der Flächeninanspruchnahme führt. Die in einer interkommunalen Kooperation entwickelten Konzepte sollen ab 2009 in Pilotprojekten geprüft und umgesetzt werden.
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Zeitplan

Förderzeitraum

Konzeptionsphase 01. Februar 2007 bis 31. Januar 2009 (24 Monate)
Umsetzungsphase 01. Februar 2009 bis 31. Januar 2010 (12 Monate)

Meilensteine im REFINA-Projekt in der Stadtregion Gießen-Wetzlar

 

 

 

 

 

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Kurzbeschreibung des Forschungsprojektes /Methodik

Projektphase 1

  • Erfassung und Analyse der vorhandenen planerischen Grundlagen und der institutioneller Rahmenbedingungen
  • Erfassung und Analyse der strategische Entwicklungsvorstellungen auf kommunaler und regionaler Ebene
  • Quantitative und qualitative Erfassung der Flächenpotenziale mit Integration in ein Geographisches Informationssystem (GIS)
  • Auswertung von europäischen Best-Practice-Ansätzen zur Steuerung der Flächenentwicklung
  • Entwicklung von Szenarien einer Siedlungsflächenentwicklung unter Berücksichtigung der Realisierungs- und Folgekosten
  • Bündelung der Ergebnisse in einer Siedlungsflächenkonzeption im Stadt-Umland-Dialog mit der Umsetzung über einen raumordnerischen Vertrag

Projektphase 2

  • Umsetzung von Pilotprojekten unter Verwendung eines Regionalbudgets
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Angestrebte positive Effekte in der Stadtregion

Am Ende des Forschungsprojektes sollen

  • ein verbesserter Stadt-Umland-Dialog,
  • ein optimiertes Steuerungsmodell für eine abgestimmte Siedlungsflächenentwicklung innerhalb der Stadtregion mit den Zielen
    • die Flächeninanspruchnahme zu reduzieren und
    • Kosten für die Infrastruktur, die Vorhaltung der Siedlungsflächen und die Vermarktung einzusparen,
  • die Umsetzung von Pilotprojekten im Bereich gemeinsame Flächenentwicklung,
  • ein abgestimmtes Flächenangebot aller beteiligten Städte und Gemeinden mit einer gemeinsamen Vermarktung zur Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und
  • ein handlungsorientierter Praxisleitfaden zu den entwickelten Instrumenten sowie dem Erarbeitungs- und Implementierungsprozess

stehen.
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