8. Sinfoniekonzert

Werke von Hans Werner Henze, Wilhelm Killmayer, Moritz Eggert, Erik Satie, Claus Kühnl und Modest Mussorgski
16.04.2019 | 20:00 Uhr
Ort: Stadttheater Gießen, Berliner Platz, Großes Haus

Neues Orchesterzimmer des Stadttheaters Gießen
© Rolf K. Wegst 
Avantgarde und Romantik treffen im 8. Sinfoniekonzert aufeinander: Unter der musikalischen Leitung von Moritz Eggert spielt das Philharmonische Orchester Gießen am Dienstag ein kontrastreiches Programm mit Tanzmelodien, Nachtstimmungen und einer Reise ins Unbewusste.

Der Konzertabend im Stadttheater beginnt mit einem Wegbereiter der musikalischen Moderne: Erik Satie war einer der ersten Komponisten des Dadaismus, was seiner Ballettmusik zu RELÂCHE von 1924 anzuhören ist. Für das Tanztheater schrieb auch Hans Werner Henze eine Vielzahl bedeutender Werke. Auf einen berühmten spanischen Volkstanz des 18. Jahrhunderts und barocke Vorbilder bezieht er sich in FANDANGO. Ausgehend von einem Novalis-Gedicht ließ sich Claus Kühnl zu seinem Orchesterwerk GEHEIMES WORT inspirieren. Darin möchte er die Mehrdeutigkeit der Sprache durch die Musik überwinden und Assoziationsräume schaffen.

Programmmusik im romantischen Sinne bietet Modest Mussorgskis NACHT AUF DEM KAHLEN BERGE, das düstere Ereignisse der slawischen Mythologie vertont: Hexentanz und Höllenmesse während der Johannesnacht finden Ausdruck in dynamischen Exzessen, stürmischen Rhythmen und wilden Ostinatofiguren. Ebenfalls der Dunkelheit verpflichtet sind Wilhelm Killmayers NACHTGEDANKEN aus dem Jahr 1973, die psychologische Tiefen zu ergründen suchen: So wie die Nacht die verdrängten Gedanken des Unterbewusstseins aufsteigen lässt, entfalten und verdichten sich hier sphärische Klänge mal friedlich und eingängig, mal bohrend und erregend beklemmend.

Zum Abschluss dirigiert Moritz Eggert mit PULS eine Eigenkomposition aus dem Jahr 2011, in der er sich, seinem Lehrer Killmayer folgend, auf eine Reise durch das Unterbewusstsein begibt und Hörgewohnheiten hinterfragen möchte. Wie sich der Herzschlag beschleunigt und verlangsamt, so pulsiert auch Eggerts Musik betont körperhaft. Der gebürtige Heidelberger gilt als einer der vielseitigsten und abenteuerlustigsten Künstler der zeitgenössischen Musik, der auch als Pianist, Schauspieler und Sänger arbeitet. Seit 2010 hat er eine Professur für Komposition an der Hochschule für Musik München inne.

Um 19.15 Uhr gibt es eine Einführung mit dem Konzertdramaturgen Fabian Bell im Foyer des Stadttheaters.

Musikalische Leitung: Moritz Eggert

Mit: Philharmonisches Orchester Gießen

Programm:

HANS WERNER HENZE | FANDANGO

WILHELM KILLMAYER | NACHTGEDANKEN

MORITZ EGGERT | PULS

ERIK SATIE | Ballettmusik zu RELÂCHE

CLAUS KÜHNL | GEHEIMES WORT

MODEST MUSSORGSKI | EINE NACHT AUF DEM KAHLEN BERGE

Stadttheater Gießen


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