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Schwanda, der Dudelsackpfeifer

Volksoper in fünf Bildern von Jaromír Weinberger
08.04.2018 | 19:30 Uhr
Ort: Stadttheater Gießen, Berliner Platz, Großes Haus

Das Stadttheater Gießen lädt zur Wiederentdeckung einer zu Unrecht vergessenen, schwungvollen Volksoper für die ganze Familie.

In diesem Meisterwerk von Jaromír Weinberger aus dem Jahr 1927 erobern zwei legendäre Gestalten böhmischer Volkssagen die Opernbühne: Babinsky, der schlaue Räuber mit Herz für die kleinen Leute, trifft auf den Landwirt und munteren Volks-Musikanten Schwanda. Mit List und dem Versprechen einer Karriere in der weiten Welt der Musik versucht Babinsky den virtuosen Dudelsackpfeifer Schwanda von seinem Hof zu locken, nicht zuletzt weil er dessen frisch angetraute Frau für sich gewinnen will. Schwandas Suche nach Glück zwischen den Verführungen des Erfolges als Musiker und der Sehnsucht nach dem gewohnten Leben auf seinem Hof führt die beiden ungleichen Freunde ins Reich der frostigen Königin Eisherz. Sein kunstvolles Spiel lässt ihr unterkühltes Herz schmelzen – doch das ist erst der Ausgangspunkt eines turbulenten Konfliktes, der Schwanda, nun von zwei Frauen begehrt, bis in die Hölle führt...

Zusammen mit seinem Textdichter Milos Kareš und unter Mithilfe des verdienten Kafka-Exegeten Max Brodt schuf Jaromír Weinberger eine melodienreiche folkloristische Volksoper, die nach ihrer Prager Uraufführung 1927 zunächst einen Siegeszug um die ganze Welt antrat – doch nach antisemitischer Zäsur durch den Nationalsozialismus lange von den Spielplänen verschwand. Nach der vielbeachteten Wiederentdeckung des Werkes namentlich durch das Theater Augsburg (2007) und die Dresdner Semperoper (2012) präsentiert nun das Stadttheater Gießen das musikalische Meisterwerk, das wie kein zweites klangintensive böhmische Volkstümlichkeit mit allen Raffinessen spätromantischer Harmonie verbindet.

In der Regie der Gießener Intendantin Cathérine Miville zeichnen der junge Bühnenbild- und Videokünstler Marc Jungreithmeier und die Kostümbilderin Monika Gora für ein szenografisches Konzept verantwortlich, das die Volkstümlichkeit des Stoffes in die Medialität eines neuen Jahrtausends übersetzt. Die Choreographien gestaltet Inga Schneidt. Die Choreographin und Tänzerin entstammt der Streetdance-Szene und ist dort ein längst bekannter Name; am Stadttheater Gießen hat sie bisher die Oper GEGEN DIE WAND und das Musical INTO THE WOODS choreographiert.

Unter der musikalischen Leitung des stellvertretenden GMD Jan Hoffmann interpretiert der international gefragte Bariton Martin Berner die Titelpartie an der Seite des Tenors Tilman Unger als Babinsky, der zuletzt als Siegmund (DIE WALKÜRE) an der Nürnberger Staatoper Erfolge feierte. Als Königin Eisherz kehrt, nach ihrem gefeierten Gastspiel als Sibel in Ludger Vollmers GEGEN DIE WAND, die Mezzosopranistin Dilara Baştar an die Lahn zurück. Ein Wiedersehen fürs Gießener Publikum gibt es auch mit dem Bass und früheren Ensemblemitglied Christian Tschelebiew als Teufel.

 

Übersicht Vorstellungen:

  • 24. März 2018 | 19.30 Uhr (Premiere)
  • 08., 20. April | 19.30 Uhr
  • 13. Mai | 15.00 Uhr
  • 19. Mai; 16., 29. Juni | 19.30 Uhr

 

Musikalische Leitung: Jan Hoffmann | Inszenierung: Cathérine Miville | Bühne und Video: Marc Jungreithmeier | Kostüme: Monika Gora | Choreographie: Inga Schneidt | Chor: Jan Hoffmann | Dramaturgie: Matthias Kauffmann

Mit: Martin Berner (Schwanda), Aleksandra Rybakova (Dorota), Tilmann Unger (Babinsky), Dilara Baştar (Königin), Seungweon Lee (Magier), Christian Tschelebiew (Teufel), Clemens Kerschbaumer (Landsknecht / Scharfrichter / Des Teufels Famulus)

TänzerInnen / Chor und Extrachor des Stadttheater Gießen / Philharmonisches Orchester Gießen

Stadttheater Gießen

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