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Schlichtungsantrag beim Ombudsmann für private Kranken- und Pflegeversicherung stellen

Informationen:

Leistungsbeschreibung

Damit Meinungsverschiedenheiten zwischen Ihnen und Ihrer privaten Kranken- oder Pflegeversicherung ohne langwierigen Rechtsstreit geklärt werden können, haben die Versicherer ein außergerichtliches Schlichtungsverfahren eingerichtet. Der Ombudsmann hilft Ihnen dabei, Differenzen schnell und unbürokratisch zu bereinigen.

HINWEIS: Bevor Sie sich an die Ombudsstelle wenden können, müssen Sie sich mit Ihrer Beschwerde zunächst direkt an Ihr Versicherungsunternehmen wenden. Das Unternehmen hat so die Gelegenheit, seine Entscheidung zu überdenken beziehungsweise besser zu begründen. Häufig lässt sich durch Korrespondenz oder ein persönliches Gespräch ein Streitfall gänzlich vermeiden.

Vermittler- und Beraterstreitigkeiten

Die Ombudsstelle ist auch für Beschwerden gegen Versicherungsvermittler zuständig, wenn sich der strittige Sachverhalt auf die erfolgte oder versuchte Vermittlung von privaten Kranken- und Pflegeversicherungen bezieht. Sie können sich außerdem an den Ombudsmann wenden, wenn Sie Streitigkeiten mit Versicherungsberatern im Zusammenhang mit dem Zustandekommen von Versicherungsverträgen haben.
Voraussetzungen

  • Der oder die Antragstellende ist eine natürliche Person in einem bestehenden oder beendeten Versicherungsverhältnis.

HINWEIS: Sollten Sie bei der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK) oder der Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten (KVB) versichert sein, kann der Ombudsmann ausschließlich Beschwerden annehmen, die sich auf die Pflegepflichtversicherung beziehen.

  • Eine Beschwerde des Versicherten beim betroffenen Versicherungsunternehmen war erfolglos.
  • Das betroffene Versicherungsunternehmen muss sich dem Ombudsmannverfahren angeschlossen haben.

Ausnahmen

In folgenden Fällen ist eine Schlichtung durch den Ombudsmann nicht möglich:

  • der Konflikt wurde bereits durch einen außergerichtlichen Vergleich beigelegt
  • der Konflikt war oder ist bereits Gegenstand eines Schlichtungsverfahrens bei einer anderen Ombudsstelle oder bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
  • ein Antrag auf Prozesskostenhilfe wurde abgewiesen, weil die Klage keinen Aussicht auf Erfolg hatte
  • der Konflikt wird vor oder während des Schlichtungsverfahrens bei einem Gericht behandelt oder wird von der antragstellenden Person während des Schlichtungsverfahrens vor Gericht gebracht
     

An wen muss ich mich wenden?
Welche Unterlagen werden benötigt?
  • Beschwerdeformular
  • Unterlagen, die zum Verständnis Ihres Falls notwendig sind, vor allem
    • der aktuelle Schriftwechsel mit der betroffenen privaten Kranken- oder Pflegeversicherung zum Sachverhalt

Wenn Sie Ihre Beschwerde nicht selbst einreichen:

  • Vollmachtformular 
    Nur erforderlich, wenn Sie weder das Beschwerdeformular noch die Online-Beschwerde nutzen:
  • Erklärung zur Entbindung von der Schweigepflicht

Gegebenenfalls fordert der Ombudsmann von Ihnen weitere Unterlagen an.

ACHTUNG! Bitte übersenden Sie keinesfalls Originale, sondern ausschließlich Kopien.


Welche Gebühren fallen an?

Das Verfahren ist für Sie kostenfrei. Es fallen lediglich Kosten für Porto und gegebenenfalls für Kopien an.


Welche Fristen muss ich beachten?
  • Schlichtungsanträge sind möglich
    • innerhalb eines Jahres nach der Handlung oder der Entscheidung des Versicherers. Die Frist wird durch Einlegung einer vorherigen schriftlichen Beschwerde beim Versicherer längstens für die Dauer von 6 Wochen gehemmt.
    • frühestens 6 Wochen nach dem Ihre Beschwerde beim Versicherer eingegangen ist und Sie keine schriftliche Entscheidung des Versicherers erhalten haben.
  • Das Ombudsmannverfahren hemmt die Verjährungsfrist von Ansprüchen.
     

Rechtsgrundlage
Anträge / Formulare
Was sollte ich noch wissen?

Sonstiges

Sollte auch durch das Ombudsmannverfahren keine Schlichtung erreicht werden, können Sie sich an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wenden oder Ihren Anspruch im gerichtlichen Verfahren geltend machen.