Altes Schloss

Altes SchloßDie Anfänge des Alten Schlosses reichen bis ins 14. Jahrhundert und gehen auf den Ausbau der mittelalterlichen Stadtbefestigung zurück. Die Nutzung als Museum beginnt mit der Übereignung des Alten Schlosses an die Stadt Gießen im Jahr 1893. Durch die Zerstörungen im 2. Weltkrieg und den Verlust der Sammlungen blieb es allerdings lange, sogar bis hin zu seinem drohenden Abriss, ungenutzt. Erst seit 1980 sind die Gemäldegalerie und die Abteilung Kunsthandwerk im Alten Schloss untergebracht und der Öffentlichkeit zugänglich. Zudem bieten die Räumlichkeiten im Erdgeschoss Platz für Vorträge, Lesungen, Konzerte und wechselnde Sonderausstellungen.

 

Sonderausstellungen

In den Räumlichkeiten des Alten Schlosses bietet Gießen überregional bedeutenden Künstlern ein Forum für ihre Werke. Mit ihrem wechselnden Angebot an Sonderausstellungen trägt die Stadt so zu einem regen kulturellen Austausch bei und belebt die alten Gemäuer mit zeitgenössischen künstlerischen Herausforderungen.

Sonderausstellungen im Oberhessischen Museum

 

Abteilung Kunsthandwerk

Das erste Obergeschoss beherbergt Holzskulpturen des 15. Jahrhunderts, Möbel, Münzen, Fayencen sowie eine auf die Region bezogene reichhaltige Dokumentation des 30-jährigen Krieges. Die Darstellung des 14. bis 16. Jahrhunderts wird im gegenüberliegenden Raum durch Möbel, Plastiken und Gemälde ergänzt, die als Ensembles zusammengestellt sind und bis in die Zeit um 1900 reichen.

 

Die Gemäldegalerie

Der Rundgang beginnt mit der barocken Malerei, allerdings bildet das 19. Jahrhundert den Schwerpunkt der Ausstellung: Vor allem die Münchner Malerei mit Künstlern wie Stuck, Zügel, Spitzweg, Lenbach ist hier vertreten, wie auch Bilder von Corinth, Thoma, Trübner.

Ein besonderes Augenmerk wird auf die hessische Malerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts gelenkt. Die Künstler Carl Engel (gen. zu der Rabenau), Carl-Ludwig Bantzer, Wilhelm Thielmann, Richard Hoelscher und Karl Lenz seien stellvertretend genannt.

Im zweiten Obergeschoss finden sich Kunstwerke aus der Epoche des Jugendstils bis hin zur Malerei der Gegenwart. Von Melchior Lechter über Hanns Pellar und die Expressionisten Hein Heckroth und Carl Gunschmann führt die Ausstellung bis zu den bedeutenden Künstlergruppen aus der Zeit nach 1945.

Die Malerei der Münchner Gruppe ZEN 49 ist in der Sammlung mit Fritz Winter, Gerhard Fietz, Rolf Cavael vertreten, ebenso wie die Künstler der Frankfurter Gruppe Quadriga, Otto Greis, Karl-Otto Götz, Heinz Kreutz, Bernard Schultze. Skulpturen von Antes, Hess, Hauser, Fiebig, Burhenne und Kraft führen den Besucher bis zur jüngsten Malerei von Heinz Mack, einem Vertreter der Gruppe ZERO oder Friedemann Hahn.

 

Zugang für Behinderte

Klingel/Sprechanlage für Rollstuhlfahrer am Hintereingang (gleichzeitig Zugang zur Terrasse der Gaststätte Schlosskeller), Zutritt kann dann nach Öffnung des Innentores durch das Museumspersonal über den Innenhof erfolgen (1 Stufe). Im Haus befindet sich ein Aufzug. Ein Teil der Ausstellungsräume ist nur über weitere Stufen (jeweils 3) zu erreichen.