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03.02.2026

300 Menschen bekunden Solidarität mit jüdischer Gemeinschaft

Nach der Brandstiftung vor dem jüdischen Gemeindezentrum im Burggraben haben am vergangenen Sonntagabend etwa 300 Menschen auf dem Kirchenplatz ihre Solidarität mit den Juden und Jüdinnen in Gießen gezeigt. Zu der Kundgebung hat die Stadt Gießen gemeinsam mit rund 50 Organisationen eingeladen, darunter das Polizeipräsidium, Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Parteien und Initiativen aus der Region.

Am 13. Januar hat ein 32-jähriger Mann einen Müllcontainer vor dem Eingang der Synagoge in Brand gesetzt. Menschen wurden nicht verletzt, der Tatverdächtige befindet sich in einer psychiatrischen Einrichtung.

Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher betonte in seiner Rede, der Angriff habe nicht nur ein Gebäude getroffen, sondern das Sicherheitsgefühl und die Zugehörigkeit jüdischen Lebens in der Stadt. Antisemitismus sei ein Angriff auf die gesamte Gesellschaft und die demokratischen Grundwerte.

Neben Becher sprachen unter anderem Polizeipräsident Torsten Krückemeier, Stadtverordnetenvorsteher Joachim Grußdorf, DGB-Chef Klaus Zecher, Pfarrer Matthias Weidenhagen von der evangelischen Philippusgemeinde, Pfarrer Benjamin Weiß im Namen der katholischen Gemeinden sowie Schülerin Paula Brand. Schauspieler Roman Kurtz verlas eine gemeinsame Erklärung der Gießener Parteien und Fraktionen. Musikalische Beiträge von Benjamin Schneider und Laura Baradé sowie das Schlusswort von Gemeindevorsitzendem Dow Aviv bildeten den Abschluss der Kundgebung. „Die Kundgebung endet jetzt, die Verantwortung nie“, sagte Aviv.

Vollstände Rede von Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher

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