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19.06.2024

Gartenmerkblatt klärt auf: Was ist erlaubt? Was ist verboten?

Dieses Wochenende ist Sommersonnenwende und damit beginnt kalendarisch der Sommer. Man freut sich aufs Grillen und auch die Sommerwendfeuer werden entfacht. Im letzten Jahr war aufgrund der Trockenheit und die damit verbundene Flächenbrandgefahr das Letztere vielerorts untersagt.

„Das diesjährige wechselhafte Wetter macht das Sonnenwendfeuer wieder möglich, aber“, so merkt Umweltdezernentin Gerda Weigel-Greilich an, „es besteht Anzeigepflicht!“

Die Dezernentin weist auf das gern genutzte Gartenmerkblatt des Umweltamtes „was ist erlaubt, was ist verboten“ hin. Das Merkblatt und weitere Infos sind unter Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie beim Umweltamt der Stadt Gießen unter der Telefonnummer 0641 306-1118 auf Anfrage erhältlich. Neben gesetzlichen Regelungen zu Lärm- und Geruchsbelästigungen geht es vor allem um Anzeigepflichten.

„Die Gartenabfälle zu verbrennen, wirkt wie eine einfache und gute Lösung“, so Umweltamtsleiterin Kerstin Stingl. „Das Verbrennen von Astwerk ist aber nicht mehr zeitgemäß; es werden Luftschadstoffe und Feinstaub freigesetzt. Grünabfälle sind verwertbar, denn durch Kompostierung können die Nährstoffe wieder genutzt werden. Es wäre also Verschwendung, wenn z.B. Laub, Astwerk im Garten verbrannt werden“.

Lagerfeuer bequem online anmelden

Nur außerhalb der bebauten Ortslage ist das Verbrennen unter bestimmten strengen Auflagen möglich. Beim Ordnungsamt sind Brauchtumsfeuer, insbesondere Veranstaltungen mit großen Lagerfeuern, wie z.B. zur Sommersonnenwende, rechtzeitig vorher anzuzeigen.

„Unkompliziert und schnell ist dies in Gießen online möglich“, betont die Umweltdezernentin.

Hier finden Sie die Onlinedienste zum Anmelden eines Feuers.

Die Untere Naturschutzbehörde empfiehlt, anstelle des Verbrennens von Reisighaufen, sogenannte Totholzhaufen an geeigneten Stellen im Garten als Rückzugsbiotope anzulegen. Unbedingt sei beim Anzünden von Grünabfällen vorher auf versteckte Kleintiere zu achten, die mitverbrennen könnten. Ein Umsetzten der Haufen ist zu empfehlen.

Jederzeit können Schnittgut und sonstige Gartenabfälle auch beim Abfallwirtschaftszentrum in der Lahnstraße 220 angeliefert werden; zweimal jährlich ist das kostenlos möglich (Kofferraumladung, ca. 0,5 cbm). Zusätzlich besteht die Möglichkeit, an den Abfuhrtagen der grünen Bioabfall-Tonne auch Grünabfallsäcke von der Stadtreinigung abholen zu lassen. Für 1 € pro Stück sind die 60 Liter Säcke im Stadtbüro des Rathauses erhältlich.

Abschließend merkt Umweltdezernentin Gerda Weigel-Greilich noch an, dass beim Thema Lärm- und Geruchsbelästigung im geliebten grünen Wohnzimmer immer gegenseitige Rücksichtnahme neben dem Gespräch mit dem Nachbarn an erster Stelle stehen sollte.

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