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10.04.2019

Stadt: Keine Angst vor Wildbienen

Wildbiene in einem Sandkasten © Hans Bahmer
Wildbiene in einem Sandkasten © Hans Bahmer

Umweltdezernentin Gerda Weigel-Greilich weist darauf hin, dass von den momentan auf Spielplätzen, in Sandkästen und an Holzspielgeräten auftretenden Wildbienen keine Gefahr ausgeht. „Unser Umweltamt erreichen derzeit zahlreiche Anrufe besorgter Eltern“ so Weigel-Greilich. „Wir können die Anrufenden beruhigen. Die solitär lebenden Wildbienen sind völlig harmlos. Im Gegenteil, sie stehen unter besonderem Schutz, da sie heimische Obst- und Strauchgehölze bestäuben.“

Die zu beobachtenden Wildbienen bilden keine Staaten wie zum Beispiel die Honigbiene oder Wespe. Manche Arten wie die Mauerbienen suchen schmale Röhren, um ihre Eier mit einem Pollen-Nektar-Gemisch dort unterzubringen. Dies sind die Arten, die momentan Löcher an Holzspielgeräten anfliegen und sehr gut durch mittlerweile überall zu kaufende „Insektenhotels“ unterstützt werden können. Andere Arten wie z.B. die Frühlings-Seidenbienen nutzen den offenen Boden oder eben den Sandkasten zur Anlage ihres einzelnen Erdnestes. Im Frühjahr schlüpft die erste Generation aus ihren Erdnestern, was gerade aktuell zu beobachten ist. Anhand des Namens Frühlings-Seidenbiene lässt sich erkennen, dass das Naturschauspiel bald vorbei ist.

Weigel-Greilich ruft weiterhin dazu auf, durch die Anbringung eines Insektenhotels und die Anlage eines bienenfreundlichen Gartens die heimischen Wildbienen zusätzlich zu unterstützen. „Dies tut not, denn deutschlandweit sind mittlerweile mehr als die Hälfte der Wildbienenarten in ihrem Bestand oder gar vom Aussterben bedroht.“ Im Amt für Umwelt und Natur der Stadt Gießen können Sie unter 306-2141 oder umweltamt@giessen.de weitere Informationen zum Thema erhalten.

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