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Über uns

Geschichte der Stadtbibliothek

Torhäuschen am Selterstor
Torhäuschen am Selterstor

Mit dem Ziel, eine Bücherei für alle Bürger einzurichten und zu unterhalten, gründeten Gießener Literaturfreunde im Januar 1898 einen Lesehallen-Verein. Diese erste „Volksbücherei“ startete mit einem Bestand von 1.700 vorwiegend belletristischen Büchern. Bis zum 1. Weltkrieg wuchs ihr Bestand stetig und erreichte fast 10.000 Bände. Während des Krieges und in den wirtschaftlich schweren Jahren danach konnte der Bestand jedoch nicht weiter ausgebaut werden und die wirtschaftliche Not zwang den Lesehallen-Verein im November schließlich 1923 dazu, die Bücherei wegen Geldmangels zu schließen. 1938 kam es sogar zur Auflösung des Lesehallen-Vereins. Die Stadt Gießen wurde jetzt Eigentümerin und führte die Einrichtung unter dem Namen „Stadtbücherei“ weiter.

Nach dem 2. Weltkrieg  wurde unter amerikanischer Besatzung eine öffentliche Bibliothek nach dem Modell einer angelsächsischen „Public Library“ eingerichtet. Die Deutsch-Amerikanische-Bibliothek und die traditionelle Stadtbücherei wurden 1965 unter dem Namen „Stadtbibliothek Gießen“ vereint und zogen ins neue Bürgerhaus an der Südseite der Kongresshalle. Durch die Zusammenführung stieg der Bestand auf 35.000 Bände.

Bilder Deutsch-Amerikanische-Bibliothek:

Bilder aus der Stadtbücherei in der Wilhelmstraße:

Durch die kommunale Neugliederung in den siebziger Jahren erhielt die Gemeindebücherei Rödgen den Status einer Zweigstelle der Stadtbibliothek Gießen.

Seit 1983 arbeitet die Stadtbibliothek mit Datenverarbeitungsanlagen, die den Ausleihbetrieb erleichterten und ab 1999 die Zettelkataloge überflüssig machten. Schon nach wenigen Jahren zeichnete sich jedoch ab, dass die Räume in der Kongresshalle für den stetig wachsenden Buchbestand nicht ausreichen würden. 1996 wurde die Stadtbibliothek um einen Nebenraum erweitert. Der mangelnde Platz stellte aber weiterhin ein Problem dar.

Der inhaltliche Schwerpunkt der Stadtbibliothek liegt seit Mitte des 20. Jh. im Bereich der Sachinformation. Technische Medien, wie CDs, Videos, CD-ROMs und DVDs sind mittlerweile selbstverständlicher Bestandteil des Angebots.

2009 zog die Stadtbibliothek in das neue Rathaus am Berliner Platz 1 ein. Der Umzug von der Lonystraße zum Berliner Platz wurde innerhalb von drei Tagen bewerkstelligt. Aufgrund umfangreicher Umstellungsarbeiten war die Umzugsphase jedoch mit einer sechswöchigen Schließung der Bibliothek verbunden.

Seit der Gründung des Bibliotheksverbundes “Bibliotheken Mittelhessen“ Mitte 2009 gehört die Stadtbibliothek zu den Kooperationspartnern des Verbundes. Die umständliche Suche nach Literatur für Schule, Studium, Beruf und Freizeit in den verschiedenen Katalogen der mittelhessischen Bibliotheken gehört seitdem der Vergangenheit an.

2011 wurde der Hessische Bibliothekspreis der Stadtbibliothek Gießen zuerkannt. Wie die beiden Auslober, die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und der Landesbibliotheksverband Hessen im Deutschen Bibliotheksverband (dbv) mitteilten, entschied sich die Preisjury einmütig für die Vergabe nach Gießen. Sie würdigte damit im Besonderen, dass die Bibliothek auf der Grundlage eines von ihr erarbeiteten neuen Bibliothekskonzeptes die Möglichkeiten extensiv genutzt hat, die ihr die neuen Räumlichkeiten im Gießener Rathaus bieten. In der Umsetzung dieses Konzeptes, das eine zielgruppenorientierte Präsentation des Medienbestandes beinhaltet, laden Erlebniszonen, die sich an Lebensphasen orientieren, die Besucher/-innen ein.

Seit Mitte 2012 sind eMedien (eBooks, eAudios, eVideos, eMusic und ePaper) fester Bestandteil im Angebot der Stadtbibliothek Gießen. Ermöglicht wurde dies durch den Beitritt zum OnleiheVerbundHessen.

Die Stadtbibliothek Gießen erhielt den Hessischen Leseförderpreis 2015 für ihr Projekt "1. LC Gießen", das das Konzept eines Leseclubs erfolgreich mit den medialen Möglichkeiten unserer Gegenwart verknüpft und weit über das Lesen von Büchern und den Austausch über das Gelesene hinausgeht. So wurden u. a. Clubmagazine erstellt und herausgegeben, Videoclips erstellt und Workshops angeboten, zudem bestand eine Kooperation mit dem Gießener Anzeiger, der das Projekt auf seiner Kinderseite begleitete.

Bibliotheksteam

Bibliotheksleitung

Guido Rupp

Diplom-Bibliothekar (FH)
Bibliotheksleitung

0641 306-1493
0641 306-2485
E-Mail

Lektorate:
Recht, Wirtschaft, Pädagogik, Technik, Zeitungen, Zeitschriften, Belletristik, Biographien und Jugendliteratur

Weitere Aufgabengebiete:
Kooperationen, Leseförderung, Digitale Angebote (Onleihe, Bibliotheksverbund Bibliotheken Mittelhessen), Social Media


Manuela Gries

Bibliothekarin (B.A.) | Techn. Redakteurin (M.A.)
Stellvertretende Bibliotheksleitung

0641 306-1480
0641 306-2485
E-Mail

Lektorate:
Kinderliteratur, Kunst, Musik, Theater, Film und Basteln

Weitere Aufgabengebiete:
Veranstaltungen für Erwachsene und Kinder, Leseförderung, Kooperationen, Betreuung von Praktikanten, Social Media


 

Bibliotheksteam

Andreas Götz

0641 306-1483
0641 306-2485
E-Mail

Aufgabengebiete:
Datenerfassung, EDV-Katalogisierung, Mahnwesen


Michael Groth

0641 306-1482
0641 306-2485
E-Mail

Lektorate:
Allgemeines, Geographie, Geschichte, Gesellschaft, Religion, Philosophie, Psychologie, Sprachen, Regionalkultur, Literaturwissenschaft, Naturwissenschaften, Land- und Hauswirtschaft, Mathematik, Sport, Medizin


Petra Hecker

0641 306-1481
0641 306-2485
E-Mail

Aufgabengebiete:
Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten, Bestellabwicklung, Rechnungsbearbeitung, Kassenwesen


Jesper Hohmann

0641 306-1483
0641 306-2485
E-Mail

Aufgabengebiete:
Datenerfassung, EDV-Katalogisierung, Zeitschriftenverwaltung, Erfassen von Musikalien, regionale Ferneihe


Stine Kockrick

0641 306-1487
0641 306-2485
E-Mail

Aufgabengebiete:
Datenerfassung, EDV-Katalogisierung, Mitarbeit in der Kinderbuchabteilung, Bibliotheksführungen, Medienboxen


Svenja Ohle

0641 306-1487
0641 306-2485
E-Mail

Aufgabengebiete:
Datenerfassung, EDV-Katalogisierung, Mitarbeit in der Belletristikabteilung, Brettspiele


Dr. Sofia Ott

0641 306-1483
0641 306-2485
E-Mail

Aufgabengebiete:
Mithilfe bei der Veranstaltungsorganisation und -Durchführung


Beate Patt

Zweigstelle Rödgen

Bürgerhausstraße 1
35394 Gießen

0641 306-2390
E-Mail


Marina Pinnisch

0641 306-1486
0641 306-2485
E-Mail

Aufgabengebiete:
Datenerfassung, EDV-Katalogisierung, Mitarbeit in der Kinderbuchabteilung, Bibliotheksführungen, Medienboxen


Antje Schwarz

0641 306-1484
0641 306-2485
E-Mail

Aufgabengebiete:
EDV-Katalogisierung, Mitarbeit in der Kinderbibliothek und der Belletristikabteilung


 

Auszubildende | FSJ Kultur | Praktikanten

Nina Balser

Auszubildende

0641 306-1488
0641 306-2485
E-Mail


Lasse Brehm

Auszubildender

0641 306-1488
0641 306-2485
E-Mail


Verena Ehmann

Auszubildende

0641 306-1488
0641 306-2485
E-Mail


Laura Herrmann

Auszubildende

0641 306-1488
0641 306-2485
E-Mail


Anne-Kristin Weigelt

FSJ Kultur

0641 306-1495
0641 306-2485
E-Mail

Aufgabengebiete:
Interkulturelle Bibliotheksarbeit, Veranstaltungen für Kinder zwischen 2-4 Jahren

Ausbildung Fachangestellte/r für Medien und Informationsdienste

Fachrichtung Bibliothek

Der Beruf der Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste in der Fachrichtung Bibliothek ist von großer Kundenorientierung geprägt. Man lernt, nach welchen Kriterien neue Bücher, Zeitschriften sowie andere Medien beschafft werden, erfasst diese am Rechner und macht sie ausleihfertig. Die vorhandenen Bibliotheksbestände werden systematisiert und gepflegt. Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Bibliothek übernehmen auch die mit dem Verleih verbundenen Arbeiten und stellen z. B. Benutzerausweise aus, beraten Bibliotheksbenutzer/innen und beschaffen die gewünschten Medien und Informationen. Daneben bearbeiten sie Mahnungen und nehmen allgemeine Verwaltungsaufgaben wahr. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Organisation von Ausstellungen und Veranstaltungen.

Gesucht werden junge Menschen, welche Freude am Umgang mit Menschen haben und sich für Bücher und andere Medien interessieren.

Für unsere moderne, offene, bürgerorientierte Verwaltung sind Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund gewünscht. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Wir erwarten folgende Voraussetzungen:

  • mindestens Realschulabschluss
  • gute Deutschkenntnisse
  • gute mündliche- und schriftliche Ausdrucksweise
  • sorgfältiges und genaues Arbeiten
  • gute Allgemeinbildung
  • kunden- und serviceorientiertes Arbeiten

 

Ausbildungsverlauf:

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und der Arbeitsplatz befindet sich in der Stadtbibliothek Gießen. Während der Ausbildung sind mindestens zwei Praktika vorgesehen: In der Universitätsbibliothek und im Stadtarchiv. Praktika in vergleichbaren Einrichtungen sind möglich. Weitere Praktika werden individuell vereinbart.

Die Berufsschule findet in Frankfurt in der Stauffenbergschule in Form von Blockunterricht statt. Außerdem werden Seminare am Hessischen Verwaltungsschulverband in Frankfurt besucht.


Perspektiven:

Wer sich das Ziel gesetzt hat, beruflich voranzukommen, kann sich zum Beispiel bei einer andern Bibliothek für die Weiterbildung als Fachwirt/in für Informationsdienste bewerben. Für Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Bibliothek mit Hochschulzugangsberechtigung besteht ebenfalls die Möglichkeit, ein externes Studium im Bereich Bibliothekswesen, beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Bibliotheks-, Informationswissenschaft, zu erwerben. Weiterführende Fortbildungen können nur außerhalb der Stadtverwaltung Gießen absolviert werden.

Auszeichnungen der Stadtbibliothek Gießen

Leseförderpreis 2015

Urkunde Hessicher Leseförderpreis 2015
Urkunde Hessicher Leseförderpreis 2015

Im Theatersaal des Künstlerhauses Mousonturm übergab Staatssekretär Ingmar Jung (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst) am Montag, 9. November 2015, den Hessischen Leseförderpreis an vier Einrichtungen aus Darmstadt, Dreieich, Seligenstadt und an die Stadtbibliothek Gießen.

In seinem einleitenden Grußwort betonte er die Relevanz, die Leseförderung im Land Hessen hat. 70.000 Euro investiere das Ministerium für Wissenschaft und Kunst jährlich in Leseförderung, so dass in Bibliotheken, Schulen und Vereinen Leseförderprojekte für Kinder und Jugendliche durchgeführt werden könnten. Er dankte den Preisträgern sowie allen anderen Anwesenden ausdrücklich für ihr großes Engagement.

In seiner Laudatio auf die Preisträgereinrichtungen unterstrich der Projektleiter der Hessischen Leseförderung, Björn Jager, dass gerade in unserer Gegenwart Bildungs- und Kulturangebote von immenser Wichtigkeit seien. Gerade in Hinblick auf den derzeitigen Diskurs um die Flüchtlingsproblematik seien es Bibliotheken, Schulen und Vereine mit ihren Projekten, die nicht nur wertvolle Integrationsarbeit leisteten, sondern zudem auch in der Lage seien, aktiv zum Abbau von Vorurteilen und Ressentiments gegenüber den schwächsten Gliedern der Gesellschaft beizutragen.

Die Stadtbibliothek Gießen erhielt den Hessischen Leseförderpreis 2015 für ihr Projekt "1. LC Gießen", das das Konzept eines Leseclubs erfolgreich mit den medialen Möglichkeiten unserer Gegenwart verknüpft und weit über das Lesen von Büchern und den Austausch über das Gelesene hinausgeht. So werden u.a. Clubmagazine erstellt und herausgegeben, Videoclips erstellt und Workshops angeboten, zudem besteht eine Kooperation mit dem Gießener Anzeiger, der das Projekt auf seiner Kinderseite begleitet.

Die Auszeichnung ist verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 4.000 Euro.

 


Hessischer Bibliothekspreis 2011

Urkunde Hessischer Bibliothekspreis 2011
Urkunde Hessischer Bibliothekspreis 2011

Wie die beiden Auslober, die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und der Landesbibliotheksverband Hessen im Deutschen Bibliotheksverband (dbv) mitteilten, entschied sich die Preisjury einmütig für die Vergabe nach Gießen. Sie würdigt damit im Besonderen, dass die Bibliothek auf der Grundlage eines von ihr erarbeiteten neuen Bibliothekskonzeptes die Möglichkeiten extensiv genutzt hat, die ihr die neuen Räumlichkeiten im Gießener Rathaus bieten. In der Umsetzung dieses Konzeptes, das eine zielgruppenorientierte Präsentation des Medienbestandes beinhaltet, laden Erlebniszonen, die sich an Lebensphasen orientieren, die Besucher/-innen ein. Derart neu aufgestellt konnte die Stadtbibliothek die Zahl ihrer Nutzer/-innen binnen Jahresfrist um nahezu 30 % steigern. Vorgesehen ist auch eine ständige Evaluierung durch einen Bibliotheksbeirat, der das erreichte hohe Niveau des bibliothekarischen Angebotes mit sichern und bedarfsgerecht fortentwickeln soll.

Gewürdigt hat die Preisjury auch, dass die Stadtbibliothek Gießen in hohem Maße mit weiteren örtlichen Bildungsinstitutionen vernetzt ist. Zu ihnen gehören Bestandsabstimmungen mit der Fachhochschulbibliothek und der Universitätsbibliothek, die Zusammenarbeit mit Schulen und der Volkshochschule Gießen sowie auch mit dem Gießener Stadtarchiv. Damit sei die Stadtbibliothek - so die Jury - mit an der Spitze derjenigen Institutionen im Land, die engagiert im Rahmen lokaler Bildungsnetzwerke arbeiten und ein konzentriertes, in sich abgestimmtes und bedarfsgerechtes Wissens- und Bildungsangebot vor Ort vorhalten. Bildungsangebote in solch übersichtlicher Weise anzubieten, entspreche nicht nur dem Anliegen der Fachverbände, sondern auch vieler Nutzer/-innen.

Der Hessische Bibliothekspreis der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen wird jährlich gemeinsam mit dem Landesverband Hessen im dbv ausgelobt. Er richtet sich an hauptamtlich geführte öffentliche Büchereien, von denen es im ganzen Land Hessen ca. 100 gibt. Der Bibliothekspreis ist seitens der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen mit 10.000,00 Euro dotiert. Dieses Geld muss für zusätzliche Aufgaben der Bibliothek verwandt werden und darf, so schreiben es die Ausschreibungsbedingungen vor, Haushaltsmittel nicht ersetzen.

Die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen ist eine Gemeinschaftsstiftung der Sparkassen in Hessen und Thüringen sowie der Helaba und der SV SparkassenVersicherung. Mit der Auslobung des Bibliothekspreises, der in diesem Jahr zum 14. Mal vergeben wird, will sie die Aufmerksamkeit auf die nachhaltige Bildungsarbeit öffentlicher Bibliotheken richten und diese dabei unterstützen, ihre für ein breites und individuelles Bildungsangebot notwendigen Aufgaben in der Öffentlichkeit wie auch gegenüber ihren Trägern, den kommunalen Gebietskörperschaften, deutlich zu machen. Gemeinsam mit dem Hessischen Bibliotheksverband verbindet sie die Absicht, ein qualitativ hochwertiges Bildungsangebot nicht nur durch die notwendigen Finanzmittel, sondern insbesondere durch eine gute fachliche Betreuung und ausgebildetes Bibliothekspersonal sicherzustellen.

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