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Grandson enjoying day with grandfather © Photographee.eu - Fotolia
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Frau M. ist in Vollzeit berufstätig. Sie ist Mitte fünfzig, verheiratet und die Kinder sind aus dem „Gröbsten“ heraus. Sie wohnt im Nachbarort ihrer hochbetagten Eltern. Ihre Mutter hat Pflegestufe 2 und ist demenziell erkrankt. Die Tochter steht kurz nach fünf Uhr auf, macht das Frühstück für die Eltern, unterstützt beim Waschen und Ankleiden der Mutter und bereitet die Versorgung für die Zeit ihrer Abwesenheit vor. Abends kümmert sie sich um die Wäsche, Behördenangelegenheiten und vieles mehr. Aber auch nachts kommt sie oft nicht zu Ruhe. Ist die Mutter unruhig, ruft ihr Vater sie an und fragt nach Rat. Und in der spärlichen Freizeit erledigt sie Einkäufe und begleitet die Mutter zu Arztbesuchen.

Wie lange wird das gutgehen?

Die Bevölkerungspyramide in Deutschland steht auf dem Kopf: Einer immer älter werdenden Generation stehen immer weniger Beschäftigte gegenüber. Daneben fordert das wachsende Pflegebedürfnis alter und hochbetagter Menschen zum Handeln auf.

Viele Beschäftigte kümmern sich bereits heute um ihre hilfe- und pflegebedürftigen Familienmitglieder. In der Zukunft wird deren Anteil noch drastisch steigen, denn als pflegende Angehörige sind sie ein unverzichtbarer Pfeiler in der Versorgung ihrer Eltern – so die Aussagen der Politik.

Berufstätigkeit und familiäre Pflege unter einen Hut zu bekommen, ist keine leichte Aufgabe. Ist die Belastung zu groß, kann es im Betrieb zu Leistungseinschränkungen und krankheitsbedingten Fehlzeiten bis hin zur Kündigung kommen. Pflegende Beschäftigte sind gesundheitlich extrem gefährdet!

Um qualifizierte, motivierte und gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu halten, müssen sich Unternehmen diesen Herausforderungen stellen.

Mit einer pflegegerechten Personalpolitik unterstützen Unternehmen ihre Beschäftigten und erhalten damit ihre Leistungsfähigkeit und Motivation. Aufgeklärte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen die Anforderungen im beruflichen und familiären Bereich in Einklang und beugen damit einer Überforderung vor.

Die Beratungs-und Koordinierungsstelle für ältere und pflegebedürftige Menschen in der Stadt und im Landkreis Gießen (Abk.: BeKo, www.beko-giessen.de) vermittelt im Rahmen einer von Schulungen für Beschäftigte Informationen über erste Maßnahmen, wenn die Pflege der Eltern unerwartet und plötzlich auftritt, Entlastungmöglichkeiten für pflegende Angehörige/Beschäftigte sowie Vorsorgemaßnahmen durch Vollmacht und Verfügung. Weiterhin werden Tipps zur Bewältigung des Pflegealltags gegeben und die eigene Rolle als pflegende(r) Beschäftigte(r) reflektiert.

Darüber hinaus präsentiert die BeKo in den Unternehmen aktuelle Daten, zu erwartende gesellschaftliche Entwicklungen sowie Lösungsansätze für eine pflegesensible Personalkultur.

Bei Interesse wenden Sie sich an:
BeKo
Andrea Kramer
Kleine Mühlgasse 8
35390 Gießen
Tel.: 0641 9790090
E-Mail: seniorenberatung.kramer@beko-giessen.de
www.beko-giessen.de

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