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Donika_Lebeneinander © Bernd Kirchner
Donika_Lebeneinander © Bernd Kirchner

Donika ist Anfang vierzig und ist eine der wenigen Frauen, die ohne Ehemann gekommen sind. Begleitet wird sie von Eldi, ihrem siebzehnjährigen Sohn. Gemeinsam sind sie aus Albanien geflohen und nach Deutschland gekommen, weil sie hier auch eine Schwester hat. Sie schildert mir eindringlich den Teufelskreis von Gewalterfahrung in der Ehe, Arbeitslosigkeit und die Perspektivlosigkeit, vor allem für ihren Sohn. Früher habe sie als Bäckereiverkäuferin gearbeitet und man merkt ihr an, wie gerne sie auch in unserem Land arbeiten würde. Trotz ihrer äußerlichen Weichheit spürt man, dass man eine ganz starke Frau vor sich hat, die gewillt ist, für ein besseres Leben Entbehrungen auf sich zu nehmen.

Als wir uns verabschieden, fällt mein Blick auf die gegenüberliegende Wand in dem Zimmer, auf der ein arabisches Wort schwungvoll geschrieben steht: Mashalla!

Später erklärt mir dann mein Übersetzer Ali, was es zu bedeuten hat: Eine Bewunderung deutlich zu machen oder "Gott schütze dich" damit auszudrücken.

Mashalla Donika und Eldi!

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