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Mit Charme und Witz brachte Holger Sturm den Wirtschaftsjunioren die aktuellen Etiketteregeln für den Berufsalltag näher
Mit Charme und Witz brachte Holger Sturm den Wirtschaftsjunioren die aktuellen Etiketteregeln für den Berufsalltag näher
Wirtschaftsjunioren Gießen-Vogelsberg trainierten zeitgemäße Umgangsformen / Knigge dient weiterhin als Ratgeber

Wer kennt ihn nicht, den Moment, in dem man überlegt, wen man nun wem zuerst vorstellt. Den Kunden dem Vorgesetzten? Den besten Freund dem Chef? Die Ehefrau dem Kollegen? Oder doch umgekehrt? Holger Sturm, lizensierter Trainer für zeitgemäße Umgangsformen und zugleich Stilberater, gab den Wirtschaftsjunioren Gießen-Vogelsberg im Rahmen eines Trainings die einfache Regel an die Hand: “Der König erfährt die frohe Kunde zuerst – damals wie heute!“ Dabei, herauszufinden, wer denn nun in welcher Situation als König zu betrachten ist, hatten Trainer wie Teilnehmer in lockerer Runde großen Spaß.

Für das Händeschütteln gelten ähnliche Regeln wie für die Vorstellung. Hier offeriert der Hausherr bzw. Gastgeber dem Eintretenden die Hand. Gleiches gilt zum Beispiel beim Arztbesuch. Die Maxime „Ladies first“ ist im Geschäftsalltag laut Sturm überholt: „Es ist im Prinzip ganz einfach - alles orientiert sich am Rang, Sonderbehandlungen für Frauen gibt es nicht (mehr). Der Ranghöchste wird zuerst begrüßt, egal, ob Frau oder Mann.“ Um zu verdeutlichen, welche unterschiedlichen Konstellationen im Berufs-Alltag typischerweise auftreten können, ließ der Referent die zahlreichen Teilnehmer in Kleingruppen üben. Hierbei wurde allen Teilnehmern schnell klar, dass es häufig um Nuancen geht und sie jeweils situationsbezogen entscheiden müssen, welches Verhalten das nach Etiketterat korrekte ist.

Neben vielen Hinweisen für den beruflichen Alltag hatte Holger Sturm auch zahlreiche Tipps für den privaten Umgang parat. Die vielen Fragen der Teilnehmer beantwortete er fundiert und ausführlich. Seine Erläuterungen zur Herkunft vieler Etikette-Regeln verdeutlichten den Teilnehmern noch einmal deren Sinn. „Letztendlich“, so Sturm abschließend, „ist auch bei den Umgangsformen nichts in Stein gemeißelt. Jedoch sollte man die Regeln schon kennen, um sie bei Bedarf und nach Wunsch, ganz bewusst zu durchbrechen.“

 

16.07.2015 
Quelle: Wirtschaftsjunioren Gießen-Vogelsberg e. V.  

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