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Hintere Reihe von links nach rechts: Prof. Dr. Wolfgang Seitter, Prof. Dr. Harald Danne, Eckhart Schäfer, Herr Körner, Jens Ihle, Rolph Limbacher, Vizepräsident der Philipps-Universität Marburg Prof. Dr. Harald Lachnit, Dr. Lars Witteck, Hartmut Hasenkamp
Hintere Reihe von links nach rechts: Prof. Dr. Wolfgang Seitter, Prof. Dr. Harald Danne, Eckhart Schäfer, Herr Körner, Jens Ihle, Rolph Limbacher, Vizepräsident der Philipps-Universität Marburg Prof. Dr. Harald Lachnit, Dr. Lars Witteck, Hartmut Hasenkamp
Die drei mittelhessischen Hochschulen Philipps-Universität Marburg, Justus-Liebig-Universität Gießen und die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) sind in die zweite Förderphase ihres Verbundprojektes „WM3 Weiterbildung Mittelhessen“ gestartet. Beim Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ haben sie rund 3,5 Millionen Euro für die Erforschung und Verstetigung ihres wissenschaftlichen Weiterbildungsangebots für Berufstätige eingeworben. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die Mittel für den Zeitraum von April 2015 bis September 2017 bewilligt.

Beim feierlichen Auftakt Anfang Juni in Marburg bekräftigten die Projektpartner die wachsende Bedeutung der wissenschaftlichen Weiterbildung und des lebenslangen Lernens in Unternehmen und in der Gesellschaft insgesamt. „Wissenschaftliche Weiterbildung wird in den nächsten zwei Jahrzehnten ein wichtiges Thema werden“, betonte die Marburger Universitätspräsidentin Prof. Dr. Katharina Krause. „Durch das Verbundprojekt werden sich unsere Hochschulen noch stärker vernetzen. Gemeinsam können wir Mittelhessen als Weiterbildungsregion profilieren.“

In der zweiten Phase übernimmt der Marburger Vizepräsident für Studium und Lehre, Prof. Dr. Harald Lachnit, die Projektleitung. Als wichtigste Ziele sieht er, das bereits entwickelte Weiterbildungsangebot zu festigen, sowohl an den Verbundhochschulen als auch in den regionalen und überregionalen Netzwerken der „Offenen Hochschulen“. „Die längeren Erwerbszeiten führen zu einem wachsenden Bildungsbedarf in jedem Lebensalter“, sagte Lachnit. „Wir wollen die mittelhessischen Hochschulen als lebenslaufbezogene Weiterbildungsanbieter etablieren.“ Von dem Austausch mit berufserfahrenen Studierenden und Unternehmen profitieren aus seiner Sicht auch die Hochschulen: „Wissenschaftliche Weiterbildung kann Innovationen in Forschung und Lehre fördern.“

„Zehn berufsbegleitende Masterstudiengänge, 14 Zertifikatskurse und zahlreiche weitere Studienmodule sind seit 2011 entwickelt und eingeführt worden“, berichtete Prof. Dr. Adriaan Dorresteijn, Vizepräsident für Studium und Lehre an der Justus-Liebig-Universität Gießen, der die erste Projektphase geleitet hatte. Er sieht wissenschaftliche Weiterbildung als eine Grundaufgabe der Hochschulen: „Wir müssen uns verstärkt auf vielfältige Zielgruppen einstellen“, nennt Dorresteijn als wichtige Aufgabe für die Zukunft. „Menschen kommen mit ganz unterschiedlichen persönlichen Hintergründen zu uns, zum Beispiel Zuwanderer. Unsere Pflicht ist es, für sie neue Berufschancen zu schaffen.“ Die mittelhessischen Hochschulen können auf eine bewährte Vernetzung aufbauen, sagt Dorresteijn. „Darüber hinaus ist es wichtig, die Kooperation mit externen Partnern stetig auszubauen.“

„An der Technischen Hochschule Mittelhessen tragen über 600 Unternehmen dazu bei, die Weiterbildungsstudiengänge bedarfsgerecht zu konzipieren“, sagte THM-Vizepräsident Prof. Dr. Frank Runkel. „So ist ein unmittelbarer Wert der wissenschaftlichen Weiterbildung für die Arbeitswelt garantiert.“ Die drei mittelhessischen Hochschulen bringen ihre unterschiedlichen Profile in das Verbundprojekt ein. So können zahlreiche Fächer in den Weiterbildungen abgedeckt werden. Dazu gehören beispielsweise die Masterstudiengänge für Baurecht und Baubegleitung, Kinderzahnheilkunde, Kulturelle Bildung an Schulen oder der Zertifikatskurs Grundlagen inklusiver Pädagogik bei Blindheit und Sehbehinderung. „Die Angebote sind erfolgreich in den Regelbetrieb der Hochschulen überführt worden“, berichtete der Marburger Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Seitter bei seinem Rückblick auf die erste Projektphase. In der zweiten Phase arbeiten die Verbundpartner daran, die Bedarfe und Zeitbudgets der Studierenden zu erfassen, die fachliche Qualität des Angebots weiter zu steigern, den Professionalisierungsbedarf der Lehrenden sowie der Studiengangskoordinierenden zu erheben, Dienstleistungsstrukturen an den Hochschulen zu entwickeln und die regionale sowie fachliche Vernetzung zu stärken.

An dem feierlichen Auftakt zur Bewilligung der zweiten Förderphase nahmen neben Vertreterinnen und Vertretern der drei mittelhessischen Hochschulen auch Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und von Verbänden teil. Unter ihnen waren Vertreterinnen und Vertreter des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, des Regierungspräsidiums Gießen, des Landesschulamtes, der Handwerkskammer Wiesbaden, der IHK, der Bundesagentur für Arbeit, der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, des Regionalmanagements Mittelhessen, der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“, des Deutschen Gewerkschaftsbundes und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Viele von ihnen sind im Weiterbildungsbeirat des Verbundprojektes WM3 vertreten und tragen so mit zum Erfolg von WM3 bei.

Weitere Informationen zum Verbundprojekt: www.wmhoch3.de

11.06.2015 
Quelle: Justus-Liebig-Universität Gießen 

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