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Hin: und weg – gewusst wie! Aus alt mach neu!

 

Herr Habenicht beim Erklären
Herr Habenicht beim Erklären

Schüler der Georg-Büchner Schule stellen Recyclingpapier selber her

Benjamin Habenicht von der Abteilung Abfallwirtschaft des Landkreises Gießen zeigt Schülern, wie neues Papier aus Altpapier hergestellt wird. Im Kunstunterricht, betreut von Harriet Kühnemann, verfolgen die 13 Schülerinnen und Schüler der 3. Klasse interessiert die einzelnen Schritte zur Papierherstellung.

Das Papierschöpfen fängt beim Altpapier zerkleinern an und wird mit viel Wasser eingeweicht. Der Umgang mit einer Siebplatte muss gelernt sein: die Kinder nehmen vorsichtig die Papierflocken auf und lassen sie abtropfen. Auf einem Altpapierstapel aus Zeitungen wird die Rohmasse anschließend auf Spüllappen aufgedrückt. Die nächste Etappe ist das Aufnehmen von Restwasser mit einem trockenen Schwamm. Die Siebplatte wird dann vorsichtig entfernt. Nun ist von den Kindern Geduld gefragt: sich mindestens 1 Minute auf die Papierrohmasse, geschützt durch weitere Papierstapel, stellen. Zum Schluss bleibt das vorsichtige Abpulen des noch feuchten Papiers und fertig ist das neue Blatt. Jetzt muss es nur noch zum Austrocknen liegen bleiben.
Andere basteln hoch konzentriert: Ausschneiden und Zusammenkleben von auf alten Plakaten vorgezeichneten Müllbehältern und Briefumschlägen.
Der Papierherstellungsablauf muss sich einspielen. Am Ende der zwei Schulstunden liegen etliche neue Blätter bereit (siehe Bildergalerie).

Was hat Papier mit Abfall zu tun?
Nach Aussagen des Umweltbundesamtes verbraucht Deutschland von Jahr zu Jahr mehr Papier, derzeit 250 kg/Person. Wir verbrauchen mehr Papier als Afrika und Südamerika zusammen. In Deutschland werden jährlich 22,6 Mio. t Papier produziert, mit steigender Tendenz. Papier landet hierzulande nicht auf dem Müll, sondern ist Rohstoff. Kaum ein anderes Produkt wird intensiver wiederverwertet als Papier. Durch die Aufbereitung im Recycling können die Fasern mehrfach verwendet werden. Der Rohstoff wird auf diese Weise optimal genutzt. Deutschland ist weltweit
Spitzenreiter beim Papierrecycling und trägt somit vorbildlich zur Ressourcenschonung bei. Die Produktion von Recyclingpapier spart rund 66 % Energie und 85 % Wasser gegenüber der Herstellung von neuem Papier. Und die Gewässerbelastung sinkt um 95 %. Je mehr Papier wiederverwertet wird, desto weniger Frischholz muss aus Wäldern für die Papierproduktion aufgewendet werden.
Es ist also ganz einfach einen großen Beitrag für die Umwelt und zum Schutz der Wälder zu leisten, indem von Frischfaserpapier auf Recyclingpapier umgestellt wird. Insbesondere Recyclingpapiere mit Blauem Engel stehen qualitativ auf gleicher Stufe mit hochwertigen Primärfaserpapieren.
Aus pädagogischer Sicht verankert der bewusste Kauf von Schulheften aus Recyclingpapier den positiven Gedanken des Recycling schon früh in den Köpfen der Verbraucher von morgen.
„Das umweltfreundlichste Papier ist das, was nicht gebraucht wird.“

 

Bildergalerie

 

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