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Ruth Regina Goldschmidt

Ruth Regina Goldschmidt wurde am 03.10.1922 in Gießen als zweite Tochter der Eheleute Nathan und Rosa Goldschmidt, geb. Stern, geboren. Ruths Vater war Teilnehmer am Ersten Weltkrieg und trug eine Kriegsverletzung davon. Er übte verschiedene Tätigkeiten aus, unter anderem war er Händler und Vertreter bei Fa. Theisebach. Zunächst wohnte die Familie in der Kaplansgasse 14 und ab März 1933 in der Bahnhofstraße 58.

Ruth wurde Ostern 1929 in die Schillerschule eingeschult und wechselte zum 4. Schuljahr auf die Goetheschule, die sie am 18. März 1937 nach achtjähriger Schulzeit verließ. Sie arbeitete als Hausangestellte. Ruths Mutter verstarb im September 1933. Ihr Vater heiratete im Januar 1934 Lina Stern, vermutlich die Schwester seiner verstorbenen Frau.

Die Familie musste in das Haus Liebigstraße 37, ein Ghettohaus, umziehen. Der Vater versuchte seinen Kinder Ruth Regina und Hildegard die Ausreise nach England zu ermöglichen. Der Versuch scheiterte durch den Beginn des Krieges. Ruth Regina, ihre Schwester Hildegard, ihr Vater und seine Frau Lina wurden am 14.09.1942 in der Goetheschule, die als Sammellager diente, interniert. Zwei Tage später wurden sie nach Darmstadt gebracht und am 30. September 1942 vermutlich nach Treblinka deportiert und dort ermordet.

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