Rathaus

Seiteninhalt

Else Friederike Kann

Else Friederike Kann wurde am 1. August 1929 als zweite Tochter des Oberstudienrates Dr. Siegfried Kann und seiner Frau Martha geboren. Die Familie lebte im Haus der Großeltern in der Liebigstraße 37. Else wurde Ostern 1936 in die Goetheschule eingeschult. Sie wird als stilles, schüchternes und sehr zurückhaltendes Mädchen beschrieben. Wie alle jüdischen Schülerinnen und Schüler wurde sie im März 1938 gemäß der Verfügung des Stadtschulamtes aus der Schule entlassen. Else war 9 Jahre alt. Im Klassenbuch des Schuljahres 1937/1938 findet sich der Eintrag: „Beurlaubt bis auf weiteres“.

Wahrscheinlich musste die Familie Kann 1941 ihre Wohnung in der Liebigstraße verlassen und in das Ghettohaus in der Landgrafenstraße 8 umziehen. Anfang September 1942 wurde Else zusammen mit ihrer Familie und allen weiteren jüdischen Bürgerinnen und Bürgern, die noch in Gießen lebten, in dem Sammellager in der Goetheschule interniert und am 17.09.1942 mit einem Transport nach Darmstadt gebracht.

Aus den Unterlagen des Konzentrationslagers Theresienstadt geht hervor, dass ihre Schwester Hilde zusammen mit den Eltern am 27.09.1942 von Darmstadt aus dorthin deportiert wurde. Else war auch mit in diesem Transport, sie ist jedoch nicht namentlich erwähnt. Laut Deportationsliste in den Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins Band 85 wurde Else am 09.10.1944 mit ihrer Mutter nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Seite drucken:

Seite empfehlen:

Newsletter

Bestellen Sie sich hier den Newsletter und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Die Stadtverwaltung ist wieder für alle Services geöffnet

Es gibt aber einige Vorkehrungen und meist ist noch eine vorherige Terminabsprache nötig.

Weitere Infos und Kontakte der Verwaltung

Corona-Meldungen im Überblick


Startseite giessen.de