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Familie Fuld bis 1933

Westanlage 28 ist gesichert zwischen 1920 und 1938 die Adresse der mit der Stolperstein-Verlegung gedachten Gießener Bürger Ingbert und Martin Fuld, die hier ihre vergleichsweise traurige Kindheit verbracht haben.

Ihr Vater, Isaak Fuld, hatte 1908 als Handelsgehilfe in Gießen angefangen und sich nach vorübergehender gemeinsamer geschäftlicher Betätigung mit seinem Bruder spätestens nach seiner Heimkehr als Soldat im Ersten Weltkrieg als Kleingewerbe treibender in der Westanlage 28 niedergelassen. In unmittelbarer Nachbarschaft mit wechselnden Mit-Mietern betrieb er sein unter "Fuld & Co." geführtes Geschäft, eine Art Hausierladen mit sog. Manufakturwaren, der noch nicht einmal über ein eigenes Warenlager verfügte.

In diese wirtschaftlich bescheidenen bis ärmlich zu nennenden Verhältnisse wurde am 26. November 1919 zunächst der ältere Sohn Ingbert Fuld hineingeboren. Ingberts Mutter Frieda, geborene Oppenheimer, mit der der Vater seit 1910 verheiratet war, starb, als Ingbert gerade 8 Jahre alt war, am 6. September 1928. Ihr Grab befindet sich bis heute auf dem Friedhof Rodtberg.

In zweiter Ehe heiratete Isaak Fuld 1930 Berta Krämer. Dieser Verbindung entstammte der jüngere Sohn Martin Fuld, somit Ingberts Halbbruder, der am 8. Juli 1931 hier in der Westanlage geboren wurde. Doch auch dieser Sohn verlor seine Mutter bereits mit 3 Jahren. Berta Fulds Grab befindet sich ebenfalls auf dem neuen Friedhof.

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