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Wie waren die Zustände zu dieser Zeit in der Anstalt?

Die Heil- und Pflegeanstalt Gießen war zu dieser Zeit ein Zentrum der "Erb- und Rassenpflege". In der Anstalt war auch eine psychiatrische Beobachtungsstation für die Waffen-SS eingerichtet. Die Anstalt war überbelegt. Die Patienten wurden aus Kostengründen vernachlässigt. Die Sterberate war hoch. Die Anstalt wurde zudem als Sammelstelle für Menschen, deren Todesurteil gesprochen war, ausgebaut. Mit Erlass vom 09.10.1939 hatten alle Heil- und Pflegeanstalten die Pflicht, solche Patienten zu melden, die als unheilbar oder nicht mehr als arbeitsfähig galten. Dieses waren zu Anfang Schizophrene, Epileptiker, kriminelle Geisteskranke, Menschen mit Demenz, andere Langzeitkranke und Menschen so genannten artfremden Blutes wie Juden, Sinti und Roma. Aufgrund dieses Erlasses wurde die Akte Markels aus der Heil- und Pflegeanstalt Gießen weitergesandt.

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