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Bernhard Brandus

Bernhard Brandus wurde am 04.10.1867 in Magdeburg geboren. Er heiratete am 11.02.1902 Emma Walter, evangelisch, aus Oberweißbach. Bernhard Brandus war in verschiedenen Berufen tätig, als Maurer, Händler, Lagerist und Kaufmann. Am 30.01.1907 kam das Ehepaar aus Dortmund nach Gießen. Es verzog nach kurzer Zeit an einen unbekannten Ort und kehrte 1917 aus Nürnberg nach Gießen zurück und wohnte in der Bahnhofstr. 43. In den nächsten 15 Jahren wechselte das Ehepaar oft den Wohnort, z.B. zog es nach Hannover und Frankfurt /Main. 1930 kam Bernhard Brandus mit seiner Frau nach Gießen zurück. Sie wohnten zunächst im Alten Wetzlarer Weg in Gießen und ab 1932 in der Weidengasse 181. Emma Brandus starb im Dezember 1932. Im Juli 1934 heiratete Bernhard Brandus Hedwig Baer. Ihr Sohn Hermann zog am 01.03.1935 zu ihnen in die Weidengasse.

Bernhard Brandus und seine Frau mussten 1941 in die Walltorstraße 42 umziehen. Mit seiner Frau und vielen anderen jüdischen Bürgern wurde er am 14.09.1942 in die Goetheschule gebracht und am 15.09.1942 vom Güterbahnhof aus nach Darmstadt deportiert. Laut Deportationsliste in den Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins Band 85 wurde er am 27.09.1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 09.05.1943 an Unterernährung und Entkräftung gestorben.

1Da die Anschrift Weidengasse 18 heute nicht mehr existiert, wurde der Stolperstein Ecke Neuenweg – Weidengasse verlegt.

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