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Beate Rubin

Beate Rubin wurde am 08.08.1922 als Tochter von David und Olga Rubin in Gießen geboren. Die Familie wohnte in der Roonstraße 18. Beate wurde Ostern 1929 in der Schillerschule eingeschult und wechselte zum Schuljahr 1933/34 auf das Lyzeum in der Dammstraße. Ostern 1936 trat Beate aus der Schule aus.

Mitte Mai 1936 zog die Familie nach Pirmasens. Aus dem Stadtarchiv Pirmasens liegen uns Bilder von der ganzen Familie vor, die im Zuge der Ausfertigung einer Kennkarte (eine Art Personalausweis) angefertigt wurden. Bemerkenswert hier: Nur Juden wurden im Vorfeld der Ausfertigung dieser Kennkarte die Fingerabdrücke abgenommen.

Beate konnte in Pirmasens nur noch eine provisorische jüdische Behelfsschule besuchen. Wir haben Unterlagen darüber, dass sie 1937 auf einer Abschlussfeier in der Synagoge in Pirmasens Verse aus einem Gefallenen-Gedenkbuch aufsagte.

Beates Eltern wurden am 23. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert. Beate begleitete ihre Eltern nicht dorthin. Sie war in Berlin als Zwangsarbeiterin eingesetzt und arbeitete seit dem 15.5.1941 bei Siemens Schuckertwerke AG als Wicklerin. Sie wohnte zunächst in der Bamberger Straße 29, später bei der jüdischen Familie Meyer in der Bamberger Str. 37 in Berlin / Wilmersdorf.

Beates Mutter verstarb am 03.04.1944 in Theresienstadt. Ihr Vater wurde am 09.10.1944 nach Ausschwitz gebracht und ermordet. Von Berlin Moabit aus wurde Beate am 04.03.1943 im Alter von 21 Jahren ebenfalls nach Auschwitz gebracht und ermordet.

 

Text: Christel Buseck

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