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Gustav, Helene und Heinz Gutenstein

Gustav Gutenstein wurde am 15.09.1891 in Usingen /Taunus geboren. Er war Reisender der Fa. Bach und Söhne, Stuttgart und war danach als selbstständiger Kaufmann tätig. Im September 1919 zog er von Usingen nach Gießen in die Plockstraße 12. Gustav Gutenstein handelte bis 1938 mit Häuten und Fellen.

Er heiratete am 04.05.1921 Helene Nußbaum, geb. am 13.07.1900 in Gießen. Ihr gemeinsamer Sohn Heinz wurde am 24.02.1926 geboren.

Familie Gutenstein wohnte mit der Schwiegermutter Bertha Nußbaum bis Ende 1938 in der Plockstraße 12. Ab Januar 1939 sind das Ehepaar und die Großmutter in der Bahnhofstraße 2 gemeldet. Diese Wohnung mussten sie ebenfalls verlassen und wohnten ab Dezember 1941 im Ghettohaus Walltorstraße 42.

Gustav, Helene und Heinz Gutenstein, sowie die Großmutter Bertha Nußbaum, wurden am 14.09.1942 mit vielen anderen jüdischen Bürgern in die Goetheschule gebracht und am 16.09.1942 vom Güterbahnhof aus nach Darmstadt deportiert. Laut Deportationsliste in den Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins Band 85 wurden sie am 30.09.1942 nach Polen deportiert und ermordet.

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