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Helene Adler

Helene Adler, geb. Gutmann, wurde am 30. Juli 1888 in Bad Homburg geboren. Ihr Vater, David Gutmann, betrieb eine Fellhandlung. Helene hatte noch zwei Geschwister, Franziska, geb. 1891 und Ludwig, geb. 1893. Die Familie lebte in der Wallstraße 11.       

Helene heiratete im September 1920 Albert Adler. Zunächst wohnte die Familie in der Ebelstraße 20 und zog 1926 in die Nordanlage 49, in das Haus des Schwagers Alfred Fröhlich. Der Betrieb war ebenfalls auf dem Grundstück. Am 21. Oktober 1921 wurde Tochter Margot Frieda geboren und am 06. April 1927 Tochter Hannelore.

Albert Adler war selbstständiger Kaufmann. Er handelte mit chemischen Fetten und Ölen. Albert Adler verstarb am 12.11.1936 an den Folgen eines Angriffs durch Nazis im Bereich des Gießener Bahnhofs. Sein Grab befindet sich auf dem Neuen Friedhof. Die Firma Albert Adler, Gießen, wurde am 19. März 1937 im Handelsregister gelöscht.

Nach dem Tod des Ehemannes verschlechterte sich die wirtschaftliche Situation der Familie. Helene Adler verließ daher mit ihren Kindern Gießen und zog zurück nach Bad Homburg, denn unter anderem fiel das Haus ihres verstorbenen Schwagers Alfred Fröhlich im Rahmen einer Erbauseinandersetzung an die Bank und wurde verkauft. In Bad Homburg lebten sie mit Helenes Geschwistern Franziska und Ludwig Gutmann im dortigen Elternhaus, in der Wallstraße11, zusammen.

Im Januar 1938 konnte die jüngere Tochter Hannelore mit einem Kindertransport das Deutsche Reich in Richtung Schweiz verlassen. Dank dieser Möglichkeit hat sie den Naziterror überlebt.

Helene Adler wollte 1939 mit ihrer Tochter Margot nach Palästina auswandern. Diese Vorbereitungen gestalteten sich schwierig und nach Ausbruch des Krieges war es nicht mehr möglich, Deutschland zu verlassen (siehe Margot Adler).

Helene Adler wurde mit ihrer Tochter Margot am 11. Juni 1942 von Frankfurt in den Osten deportiert und in Sobibor ermordet.

 

Text: Christel Buseck

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