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Friedel Lotte Kahn

Friedel Lotte Kahn wurde am 02.12.1920 als Tochter von Eugen und Adele Kahn geb. Reichenberger in Lollar geboren.

Ostern 1931 wechselte Lotte auf die Studienanstalt, heute Ricarda-Huch-Schule, in Gießen. Aus den Klassenbüchern geht hervor, dass Lotte gesundheitlich angeschlagen war. Viele Fehltage waren die Ursache, dass sie am „08.01.1934 krankheitsbedingt von der Schule beurlaubt“ wurde. Weitere Angaben sind in den Unterlagen der Schule nicht zu finden.

Friedel Lotte Kahn lebte im Mai 1942 in Frankfurt/Main, Hanauer Landstraße 12. Als Beruf ist Fabrikarbeiterin angeben, was auf Zwangsarbeit schließen lässt.

Sie heiratete am 13.05.1942 Manfred Nathan aus Mainzlar. Manfred Nathan hatte sich seit 1937 um eine Ausreise in die USA bemüht. Dies gelang ihm nicht, da er die notwendigen Bürgen für die Einreise nicht finden konnte.

Lotte, ihr Mann Nathan und ihre Schwiegereltern wurden am 15.09.1942 von Mainzlar über Gießen nach Darmstadt gebracht, und von dort am 30.09.1942 deportiert, vermutlich nach Treblinka, und ermordet. Ihre Eltern wurden von Lollar laut Deportationsliste am 30.09.1942 nach Polen, vermutlich Treblinka, deportiert und auch ermordet.

2011 wurden in Staufenberg/Ortsteil Mainzlar für Lotte, ihren Mann und die Schwiegereltern Stolpersteine verlegt.

Quellen
Monika Kingreen, Gewaltsam verschleppt aus Oberhessen. Die Deportation der Juden im September 1942 und in den Jahren 1943-1945, in den Mitteilungen des OHG, Band 85, 2000, S. 5-95
B. Wagner, Stadtarchiv Staufenberg,
Stolpersteine gegen das Vergessen, Broschüre zum Projekt der Clemens-Brentano-Europaschule, Lollar/Staufenberg

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