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Sonja Sophie Salomon

Sonja Sophie Salomon wurde  am 18. August 1926 in Gießen geboren. Ihre Eltern waren Leo und Lina Salomon, geborene Hertz. Aus den Unterlagen des Staatsarchivs Wiesbaden geht hervor, dass Leo Salomon, der 1921 aus Köln nach Gießen zugezogen war, Mitinhaber der Firma Sonn und Hertz, einer zunächst gut gehenden Mineralölgroßhandlung war.                                                                      

Die Familie wohnte nach mehreren Umzügen in der Stadt in der Molktestraße 20. Sie gehörte der orthodoxen jüdischen Gemeinde an. Sonja wurde zum Schuljahr 1933/1934 an Ostern in der Pestalozzischule eingeschult.

In dieser Zeit war es üblich, dass ganze Klassen aus Platzgründen mit ihrem Lehrer die Schule wechselten. So wechselte Sonja mit ihrer Klasse auf die Schillerschule und verließ diese am 03.07.1937.

Eine ehemalige Klassenkameradin beschrieb Sonja als ein großes, hübsches Mädchen mit hellblonden Haaren.

Aufgrund der Repressalien emigrierte die Familie 1937 in die Heimat der Mutter nach Ettelbrück, Luxemburg.

Die Flucht nach Luxemburg brachte der Familie nicht mehr als eine Atempause. 1940 fielen deutsche Truppen in Luxemburg ein, und so wurden die Salomons wiederum Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung.

Die Familie wurde am 10.04.1943 über Dortmund nach Theresienstadt deportiert. Es liegt eine auf den 06.09.1943 datierte und mit „Arbeitseinsatz“ überschriebene Liste aus dem Konzentrationslager vor. Darauf finden sich Leo, Lina und Margot Salomon. Der Vater wurde als „Arbeiter“ eingesetzt. Bei seiner Frau Lina und Tochter Margot ist der Vermerk „Haushalt“. “Salomon, Sonja Arbeiterin 18.07.1886” ist vermutlich die Tochter, das Geburtsjahr wahrscheinlich ein Tippfehler. Informationen aus der Gedenkstätte Auschwitz zufolge sind die Eltern mit den beiden Töchtern „auf der Transportliste Dl-Dm vom 06.09.1943 der aus dem Ghetto Theresienstadt nach dem KL (Konzentrationslager) Auschwitz deportierten Juden verzeichnet“. In Auschwitz angelangt wurde die gesamte Familie ermordet. Leo, Lina, Margot und Sonja Salomon wurden nach dem Krieg vom Amtsgericht Gießen für tot erklärt. Als Todeszeitpunkt wurde der 08.05.1945 festgesetzt.

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