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Bertha Sander

Bertha Sander, geb. 6. Juli 1900 in Gießen, am 30. Sept. 1942 ab Darmstadt deportiert nach Ostpolen (vermutlich Treblinka) und ermordet.

Adressen:

  • Gießen
    • Landgrafenstr. 8 - 6. Juli 1900 bis August 1933
    • - " - Okt. 1933 bis Sept. 1934
    • - " - April 1935 bis ...
    • Bad Kissingen, Salinenstr. 39 - August bis Oktober 1933
    • Berlin-Wilmersdorf - Sept. 1934 bis April 1935

Ihre Eltern waren Dr. David Sander, geb. 13. Sept. 1867 in Kurnik/Bez. Posen, Provinzialrabbiner in Gießen, gest. 19. April 1939 in Gießen, und Johanna Sander, geb. Jochsberger, geb. 9. Sept. 1876 in München, Todesdatum nicht bekannt.

Bertha hatte einen älteren Bruder Hugo Sander, geb. 18. Juni 1899 in Gießen, gest. am 14. Mai 1936 in Frankfurt, und eine jüngere Schwester. Flora Sander, geb. am 28.09.1902, geb. Sander, verh. Michaelis (1928), verwitwet; gesch. Rizzi (1952), Wiederannahme des Geburtsnamens Sander, Todesdatum unbekannt.

Bertha war Turnlehrerin. Die Mutter gibt in der Wiedergutmachungsakte an: Studium an den Universitäten Gießen und Marburg, Examen als Lehrerin für Sport- und Heilgymnastik. Seit 1939 Kriegsdienst.

Im September 1942 wird sie mit ihrer Mutter in das Sammellager Goetheschule Gießen gezwungen. Zusammen mit den Gießener und oberhessischen Juden gelangen sie in Darmstadt in ein weiteres Sammellager. Johanna Sander und ihre Tochter werden am 27.09.1942 voneinander getrennt. Die Mutter Johanna wird ins KZ Theresienstadt deportiert, aber überlebt.

Bertha wird dem Transport nach Ostpolen (damals: Generalgouvernement) zu geteilt. Am 30.09.1942 fährt der Zug in Darmstadt ab in eines der Vernichtungslager, vermutlich Treblinka. Die Menschen werden unmittelbar nach ihrer Ankunft ermordet.

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