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Ludwig und Johanna Rosenbaum

Ludwig Rosenbaum wurde als drittes Kind der Eheleute Julius Rosenbaum I. und seiner Frau Jettchen, geb. Vogel, am 15.08.1879 in Butzbach geboren. Ludwig hatte fünf Geschwister, drei Brüder und zwei Schwestern. Am 01.07.1981 kam die Familie nach Gießen. Zunächst wohnte die Familie in der Wettergasse 5, dann in der Neustadt und zog um die Jahrhundertwende an den Kirchenplatz. Ludwig erlernte, wie sein Vater und sein älterer Bruder, den Beruf des Metzgers.

Am 16.06.1910 heiratete er Johanna Hirsch, geb. am 06.06.1888, aus Hillesheim. Kr. Oppenheim. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor, Irma geb. 1911 und Renée geb. 1913. Die Familie lebte im Elternhaus Kirchenplatz 4.

Nach dem Tod des Vaters übernahm Ludwig zusammen mit seinem Bruder Moritz die elterliche Metzgerei. Nach der Reichspogromnacht 1938 wurde er verhaftet, ins KZ Buchenwald gebracht und dort einen Monat gefangen gehalten. Die Metzgerei durfte ab November 1938 von der Familie nicht mehr betrieben werden.

Irma, die ältere Tochter, ging 1941 nach Berlin und heiratete dort. Die Familie lebte bis zur Deportation in ihrem Haus Kirchenplatz 4. Ludwig, seine Frau Johanna und Tochter Renée wurden im September 1942 mit vielen jüdischen Bürgerinnen und Bürgern aus Gießen von der Goetheschule aus nach Darmstadt gebracht. Das Ehepaar wurde am 27.09.1942 nach Theresienstadt deportiert, Renée am 30.09.1942 nach Polen. Johanna Rosenbaum verstarb am 17.03.1944 im Lager Theresienstadt.

Am 09.05.1945 wurde das Lager von der russischen Armee befreit. Ludwig Rosenbaum wurde am 12.06.1945 aus dem Lager entlassen. Er kam nach Gießen zurück. Das Haus Kirchenplatz 4 war durch den Bombenangriff am 06.12.1942 total zerstört. Ludwig Rosenbaum wohnte zunächst in der Bleichstraße 15, zog dann in die Bahnhofstraße 15 und später in das Altersheim Johannesstraße 9. Am 13. Dezember 1950 starb er in Folge eines Herzschlags und wurde auf dem Neuen Friedhof in Gießen beigesetzt.

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