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Karoline "Lina" Kann

Lina Kann war die Witwe von Isaak Kann, Likörfabrikant, verstorben am 02.04.1923 in Gießen. Ihre Söhne waren Siegfried, *17.10.1890 in Mainzlar, und Ludwig, *02.08.1893 in Gießen. Siegfried hatte Zahnmedizin studiert, er zog 1913 nach Wiesbaden und hatte dort eine Zahnarztpraxis.

Ludwig Kann besuchte die Oberrealschule in Gießen, war Kaufmann von Beruf. Er hatte das väterliche Geschäft übernommen nach dem Tod des Vaters am 2. April 1923. Ab 01.09.1932 war er alleiniger Inhaber bis 31.12.1938. Ludwig emigrierte mit Frau Martha, geb. Rokowsky, aus Frankfurt, und Tochter Inge, *10.01.1937, am 13.03.1939 nach Palästina.

Im gleichen Monat floh Lina zu Sohn Siegfried und dessen Frau Ellen aus Köln.

Die Juden in Wiesbaden wurden in das Sammellager in der Frankfurter Großmarkthalle verschleppt.

Lina wurde am 01.09.1942 ab Frankfurt nach Theresienstadt deportiert, am 11.06.1944 ermordet. Siegfried und Ellen wurden am 11.06.1942 ab Frankfurt zum Vernichtungslager Majdanek/Sobibor deportiert und ermordet.

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