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Henry Bock

Henry Bock, geb. am 09.03.1911 in Gießen, war das einzige Kind seiner Eltern. Er war zweifaches NS-Opfer: verurteilt wegen sexueller Orientierung und wegen seiner religiösen Zugehörigkeit verfolgt, verschleppt, ermordet.

Henry zog 1927 nach Paderborn, kam 1928 zurück nach Gießen; am 10.08.1933 ging er nach Sofia (Bulgarien), kam am 21.12.1933 zurück nach Gießen. Am 20.08.1935 wurde er in Frankfurt verhaftet, am 15.10.1935 vom Landgericht Frankfurt wegen seiner sexuellen Orientierung zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Die Verschärfung im Strafgesetzbuch war zum 01.09.1935 in Kraft getreten. Henry Bock verbüßte die Haftstrafe bis zum 31.03.1936 in der Strafanstalt Freiendiez, wurde dann in das Strafgefangenenlager Börgermoor im Emsland eingeliefert. Zwei Monate später wurde er nach Frankfurt-Preungesheim transportiert.

Am 26.05 1936 verließ er Gießen mit unbekanntem Ziel. Sein Schicksal bis zur Deportation aus Frankreich ist nicht bekannt. Am 25.06.1940 wurde ihm die deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt.

Er wurde mit dem Transport Nr. 75 am 30.05.1944 von Drancy nach Auschwitz deportiert. Er erhielt die Nummer 22504. Sein Name ist in der Shoah-Gedenkstätte in Paris in der Namenstafel zu finden.

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