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Marcus und Rosa Rosenthal

Leben vor der Deportation

Ehepaar Marcus und Rosa, geb. Reich, waren mit ihrem Sohn Ludwig von Philippstein am 14.4.1910 nach Gießen gekommen. 1905 lebten in Philippstein – heute ein Ortsteil von Braunfels – sechzehn Juden.

Marcus war Kaufmann. Er hatte eine Großhandlung in Mühlenfabrikaten, Futter- und Düngemitteln, später in Woll- und Baumwollwaren. Das Anwesen in der Alicenstraße erwarb er 1918. 1933 war er 68 Jahre alt.

1938 muss er ertragen, dass sein Sohn in Buchenwald interniert wird. Im Dezember 1938 richtet er ein Gesuch an die Gestapo in Darmstadt, um Freilassung seines Sohnes, da das Geschäft zum 1.1.1939 aufgelöst werden soll. Es müssen Warenbestände verkauft werden, die 2. Rate Judenabgabe sei fällig und eventuell der Verkauf des Hauses.

Am 15.11.1941 erhält Marcus die Anordnung, die seitherige Wohnung mit allen Angehörigen zu verlassen. Sie werden eingewiesen in die Landgrafenstraße 8, dritte Etage.

Am 16. Januar teilt er dem Postscheckamt in Frankfurt seine neue Anschrift mit. Am 3.3.1942 wird ihm der Verkauf des Hauses an Privat untersagt, da „das deutsche Reich das Haus für Beamtenwohnungen benötigt“.

Am 05.12.1941 musste die Familie das Haus Alicenstraße 40 verlassen und wurde eingewiesen in die Landgrafenstraße 8. Ende September 1942 wurden sie mit weiteren Juden aus Gießen und Oberhessen nach Darmstadt verschleppt.

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