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Reichensand 5 (ehem. Wolkengasse 11) - Peregrinus und Klara, Maria Mettbach

Peregrinus Mettbach
*15.05.1890 in Burrweiler
deportiert am 9./10.05.1943 nach Auschwitz
ermordet am 21.06.1943 in Auschwitz
Stolperstein verlegt am 23.03.2016

Klara Mettbach, geb. Winterstein
*02.12.1890 in Simmern
deportiert am 9./10.05.1943 nach Auschwitz
ermordet am 10.06.1943 in Auschwitz
Stolperstein verlegt am 23.03.2016

Maria Mettbach, verh. Speier
*01.02.1928 in Bochum
deportiert am 9./10.05.1943 nach Auschwitz
Ravensbrück
überlebte
Stolperstein verlegt am 23.03.2016

 

Standort Stolpersteine Reichensand 5


Peregrinus Mettbach wurde am 15. Mai 1890 in Burrweiler geboren. Klara Mettbach, geb. Winterstein, kam am 2. Dezember 1890 in Simmern zur Welt. Geheiratet haben die beiden am 6. August 1914 in Frankfurt.
Ihre Tochter Maria Mettbach, verh. Speier, wurde am 1. Februar 1928 geboren.

Das Ehepaar Mettbach wurde gemeinsam mit den beiden Töchtern Maria und Elisabeth (geb. 26. Juni 1913 in Frankfurt) sowie dem Enkelsohn Ewald (geb. 26. September 1937) am 9. Mai 1943 von Gießen nach Auschwitz deportiert.

Die unmenschlichen Strapazen im „Zigeunerlager“ haben sie nur wenige Wochen überlebt. Beide starben vermutlich an „Hungertyphus“: Klara Mettbach am 10. Juni 1943, Peregrinus Mettbach am 21. Juli 1943.
Ihr Enkel Ewald Mettbach, der Sohn von Ignatz Mettbach (geb. am 12. September 1914 in Frankfurt), ist wenige Tage vor seinem sechsten Geburtstag gestorben.

Maria und Elisabeth Mettbach blieben bis April 1944 im „Zigeunerlager“. Von dort wurden sie zunächst ins Konzentrationslager Ravensbrück und weiter nach Beendorf, einem Außenlager von Neuengamme, verschleppt. Beide mussten in einem unterirdischen Munitionslager Zwangsarbeit leisten, bevor sie weiter nach Sasel deportiert wurden. In diesem Außenlager wurden sie von der britischen Armee befreit und kehrten zurück nach Gießen.

Auch Ignatz Mettbach musste ebenso wie sein Bruder Heinrich (geb. 6. Juni 1920 in Birkenfeld) jahrelange Zwangsarbeit in verschiedenen Konzentrationslagern ertragen. Beide lebten nach Ende des Zweiten Weltkrieges ebenfalls in Gießen.

Ignaz Mettbach starb 1979 und Maria Speier 1991 – beide in Gießen.

 

Text: Heidrun Hellwig

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