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Voraussetzungen für die Aufenthaltserlaubnis sind:

  • Sie erfüllen die Pass- und Visumpflicht.
    Für die Passpflicht reicht es, wenn Sie einen Ausweisersatz besitzen.
  • Ihr Lebensunterhalt ist gesichert, ohne dass Sie öffentliche Mittel in Anspruch nehmen.
    Der Lebensunterhalt gilt als gesichert, wenn Sie
    • Einkünfte in Höhe des einfachen Sozialhilferegelsatzes (z.B. bei Alleinstehenden 364,00 Euro) zuzüglich
    • Kosten für Unterkunft und Heizung sowie
    • etwaiger Krankenversicherungsbeiträge erzielen.
  • Es liegt kein Ausweisungsgrund gegen Sie vor.
  • Ihr Aufenthalt gefährdet oder beeinträchtigt nicht die Interessen der Bundesrepublik Deutschland.
  • bei Nachzug zu Deutschen zusätzlich: Die Person, der Sie nachziehen, hat die deutsche Staatsangehörigkeit und hält sich gewöhnlich in Deutschland auf.
  • bei Nachzug zu Nicht-Deutschen zusätzlich: Ihr bereits in Deutschland lebendes Familienmitglied hat in Deutschland eine
    • Niederlassungserlaubnis,
    • Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG oder
    • Aufenthaltserlaubnis und
    • ausreichenden Wohnraum zur Verfügung.
  • Es liegt ein besonderer Härtefall vor, z.B. weil die hier lebenden Familienangehörigen aufgrund von Pflegebedürftigkeit auf Ihre Lebenshilfe angewiesen sind.

Darüber hinaus müssen Sie weitere Voraussetzungen erfüllen. Diese hängen teilweise vom Status des bereits in Deutschland lebenden Familienmitglieds ab. Erkundigen Sie sich direkt bei der zuständigen Stelle.

 

Achtung: Eine Aufenthaltserlaubnis aus familiären Gründen ist ausgeschlossen, wenn Sie die verwandtschaftliche Beziehung

  • erzwungen haben oder
  • nur für den Nachzug nach Deutschland eingegangen sind.

 

Der Familiennachzug von anerkannten Asylberechtigten und solchen Ausländern, die einen Schutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention haben, beruht auf § 29 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit Satz 1 Aufenthaltsgesetz.

 

In diesen Fällen kann von der  Voraussetzung der Lebensunterhaltssicherung und dass kein Ausweisungsinteresse besteht (§ 5 Abs. 1 Nr. 1 und 2 AufenthG)  abgesehen werden, wenn eine Person, die internationalen Schutz erhält, innerhalb von drei Monaten nach der Anerkennung einen Antrag auf Familiennachzug stellt.

 

Die Regelung in § 29 Abs. 2 Satz 2 AufenthG beruht auf der Familienzusammenführungsrichtlinie. Für Ausländer, die einen subsidiären Schutzstatus (§ 25 Absatz 2 Satz 1 zweite Alternative AufenthG) nach dem 17. März 2016 erhalten, wurde diese Regelung zum Familiennachzug für zwei Jahre ausgesetzt.

 

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