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Antrag

  • Die Teilnahme an einer Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung bei einem Träger beantragen Sie bei Ihrer Agentur für Arbeit.
  • Stellen Sie einen formlosen Antrag am besten persönlich im Beratungsgespräch oder auch schriftlich (Brief, Fax), elektronisch (E-Mail) oder telefonisch unter Angabe Ihrer Kunden-Nummer.
  • Ihre Arbeitsvermittlerin oder Ihr Arbeitsvermittler prüft, ob Sie die Voraussetzungen für die Förderung erfüllen und welche Maßnahme zur Unterstützung der Integrationsbemühungen zielführend ist. Im Ergebnis entscheidet sie oder er mit Ihnen gemeinsam (üblicherweise während eines Beratungsgespräches), ob für Sie im Einzelfall eine Zuweisung in eine von der Agentur für Arbeit eingekaufte Maßnahme in Frage kommt oder ob Sie einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein ausgehändigt bekommen.

Alternative 1: Teilnahme am Standardprodukt durch Zuweisung

  • Wenn der individuelle Förderbedarf mit den vor Ort zur Verfügung stehenden Arbeitsmarktdienstleistungen abgedeckt werden kann, weil eine nach dem Vergaberecht eingekaufte Maßnahme zur Realisierung der Maßnahmeinhalte vorhanden ist, erfolgt die Förderung der Maßnahmen durch Zuweisung.
  • Sie werden in diesem Fall ausschließlich von Ihrer Agentur für Arbeit der Vergabemaßnahme zugewiesen. Bei der Auswahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmern steht dem Maßnahmeträger kein Mitwirkungsrecht zu.
  • Die konkrete Dauer der Zuweisung in die erforderliche Vergabemaßnahme wird von Ihrer Vermittlungs- und Beratungsfachkraft mit Ihnen individuell vereinbart und gemeinsam mit dem strategischen Vorgehen in einer Eingliederungsvereinbarung festgelegt.
  • Sie erhalten ein Zuweisungsschreiben, in dem unter anderem die korrekte Auswahl der Kategorie oder Maßnahmekombination beschrieben ist.
  • Eine gegebenenfalls vorzeitige Beendigung der Maßnahme wäre nur durch Sie selbst oder durch Ihre Agentur für Arbeit möglich.
  • Im Zusammenhang mit der Maßnahmeteilnahme erhalten Sie grundsätzlich auch eine Einladung für ein weiteres Beratungsgespräch bei Ihrer Vermittlungs- und Beratungsfachkraft kurzfristig nach dem Ende der Maßnahme. Dabei werden das Maßnahmeergebnis besprochen und gegebenenfalls Folgeaktivitäten abgeleitet.

Alternative 2: Teilnahme durch Einlösen des Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheins

  • Suchen Sie sich einen Träger, der eine passende Maßnahme anbietet. Entsprechende Hinweise finden Sie dazu auch auf Ihrem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein.
  • Fragen Sie den Träger nach seiner Zulassung gemäß §§ 176 ff. SGB III – die Träger bedürfen der Zulassung durch eine fachkundige Stelle, um Maßnahmen der Arbeitsförderung durchzuführen oder durchführen zu lassen.
  • Der Beginn der Maßnahme muss in dem Zeitraum liegen, für den die Maßnahme zugelassen ist (Maßnahmezulassungszeitraum).
  • Der ausgewählte Träger hat der Agentur für Arbeit den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein vor Beginn der Maßnahme vorzulegen.
  • Sind alle Voraussetzungen erfüllt, erhalten Sie einen Bescheid über die Bewilligung der Teilnahme an der Maßnahme mit Rechtsfolgenbelehrung/Belehrung und den Erklärungsbogen für die Kostenerstattung. Der Maßnahmeträger wird durch eine Mehrfertigung des Bewilligungsbescheides informiert.
  • Erst nach Bescheiderteilung kann die Maßnahme beginnen.
    ACHTUNG: Kann einer konkreten Maßnahmeteilnahme nicht zugestimmt werden, erhalten Sie einen Ablehnungsbescheid, der Maßnahmeträger erhält einen Abdruck davon. Ihr Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein selbst behält seine Gültigkeit in der ursprünglichen Ausgestaltung. Er berechtigt Sie weiterhin zur Auswahl eines Maßnahmeträgers, der diese Maßnahme durchführt.
  • Im Zusammenhang mit der Teilnahme an der Maßnahme erhalten Sie grundsätzlich auch eine Einladung für ein weiteres Beratungsgespräch bei Ihrer Vermittlungs- und Beratungsfachkraft kurzfristig nach dem Ende der Maßnahme. Dabei werden das Maßnahmeergebnis besprochen und gegebenenfalls Folgeaktivitäten abgeleitet.

 

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