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07.08.2019

10 Jahre »Musik statt Straße«

Konzert- und Begegnungsreise anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Gießener Initiative

Im Slivener Ghetto Nadeshda in Bulgarien leben tausende Menschen türkischer, griechischer und bulgarischer Herkunft – viele davon zur Volksgruppe der Roma gehörend – auf engstem Raum in Elend und Armut. Besonders die Kinder wachsen ohne Perspektive auf eine bessere Zukunft auf.

Als sie vor vielen Jahren mit diesem Leid konfrontiert wurden, beschlossen der in Sliven geborene Musiker Georgi Kalaidjiev und seine Lebensgefährtin, die Magisterpädagogin Maria Hauschild, zu helfen und gründeten vor 10 Jahren das Hilfsprojekt „Musik statt Straße“ für die Kinder aus dem Ghetto in Sliven. Inzwischen hat das Projekt schon hunderten von Kindern das Erlernen klassischer Musik sowie künstlerische und schulische Bildung ermöglicht. Die Mädchen und Jungen werden zudem mit dem Lebensnotwendigem versorgt, erleben Wertschätzung, Achtung und liebevolle Zuwendung durch die Psychologen und Lehrer des Projekts.

"Höchst erfolgreich und europaweit einzigartig!“ - Deutschlandfunk Kultur

Mittlerweile wird die Gießener Initiative „Musik statt Straße“ deutschlandweit gewürdigt und unterstützt. Presse, Hörfunk und Fernsehen (HR-Fernsehen, HR2, WDR, RBB, NDR, BR, Deutschlandradio Kultur) haben schon über das Hilfsprojekt berichtet. Etliche Unterstützer, Reporter und Filmteams sowie der Gießener Fotograf Rolf K. Wegst waren mit vor Ort im Slivener Ghetto Nadeshda.

„Wir sind glücklich erleben zu dürfen, dass „Musik statt Straße“ die Kinder aus dem Teufelskreis aus Armut und fehlender Bildung befreit. Die Klassische Musik öffnet ihnen Türen in eine bessere Welt. Nur starke, selbstbewusste Kinder haben eine Chance, aus dem Kreislauf von schlechter Bildung, Benachteiligung und extrem autoritär-patriarchalen, oft bildungsfeindlichen Strukturen, die das Leben im Slum bestimmen, auszubrechen. Ohne die finanzielle, materielle und moralische Hilfe zahlreicher Freunde und Vereine besonders aus Gießen, aus unserem Heimatort Fernwald-Annerod sowie aus Gera, der Partnerstadt von Sliven, wäre dies nicht möglich!“, so Georgi Kalaidjiev.

Konzert- und Begegnungsreise

Schirmherrin der Konzert- und Begegnungsreise der bulgarischen Kinder ist Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, von Beginn an hat sie die Arbeit des Projekts aus vollem Herzen unterstützt.

Nun kommen 16 Kinder und 3 Lehrer aus Sliven zu Besuch nach Gießen und 10 Jahre „Musik statt Straße“ soll gemeinsam mit ihnen gebührend gefeiert werden.

Zunächst wird am Dienstag, den 13.08.2019, um 18 Uhr, im Atrium des Rathauses am Berliner Platz die Fotoausstellung von Rolf K. Wegst eröffnet. Die Fotos zeigen die Kinder in ihrem Lebensumfeld in Bulgarien. Die Ausstellungseröffnung wird von Georgi Kalaidjiev musikalisch begleitet und Stadträtin Astrid Eibelshäuser spricht ein Grußwort.

Am Freitag, den 16.08.2019, um 19 Uhr, gibt es dann ein Galakonzert im Hermann-Levi-Konzertsaal im Gießener Rathaus mit gemeinsamen Musikstücken der Kinder von „Musik statt Straße“, dem Kinderorchester der Musikschule Gießen und dem Multikulturellen Orchester Gießen. Moderiert von Herrmann Wilhelmi und mit Grußworten der Oberbürgermeisterin.

Weitere Termine

17.08.2019, 12 Uhr: Eröffnungskonzert zum Tag der Kulturen 2019, Berliner Platz, vor der Kongresshalle Gießen

17.08.2019, 19 Uhr: Konzert  der Kinder von „Musik statt Straße“ und dem Multikulturellen Orchester der Universitätsstadt Gießen in der Ev. Kirche Annerod,

18.08.2019, 15 Uhr: Konzert im Kino Traumstern in Lich mit „Musik statt Straße“ und dem Jugendchor „Songlines“ der Musikschule Lich e. V.

 

https://musik-statt-strasse.jimdo.com/

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