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Die Töchter der Professorenfamilie Michaelis

Vortrag von Dr. Martin Reulecke

Datum:

10.10.2024

Uhrzeit:

15:30 bis 16:30 Uhr

Ort:

Netanya-Saal im Alten Schloss

Oberhessisches Museum

Brandplatz 2
Altes Schloss
35390 Gießen

0641 306 1331
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Preis:

2,00 €
5,00 € für Nichtmitglieder von Frau und Kultur

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Kurz vor seinem Tod verfasste Johann David Michaelis (1717-1791), akademische Koryphäe an der seit 1737 bestehenden Reformuniversität Göttingen, eine ausführliche Lebensbeschreibung, die seinen wissenschaftlichen Weg nachzeichnet, aber kaum auf die von ihm gegründete Familie eingeht. Recht lapidar erwähnt Michaelis ganz am Ende seiner Schrift, dass auch noch drei Töchter am Leben sind. Nichts deutet darauf hin, dass diese drei nicht näher benannten Töchter die deutsche Kulturgeschichte eingehen würden. Es war die älteste seiner Töchter, die vielfältig begabte Caroline (17631809), die später zur Mitbegründerin der deutschen Frühromantik wurde und Literaturgeschichte schrieb. Die mittlere Schwester, Charlotte, verstarb früh im Wochenbett und hat nur wenige, aber dennoch beeindruckende Dokumente hinterlassen. Die jüngste der drei Schwestern, Louise, brachte im Alter ihre Memoiren zu Papier, in denen es um die familiären Bezüge ging. Fast nebenbei entwarf Louise aber auch ein farbiges Bild des universitären Lebens im Göttingen. Ganz in diesem Sinne möchte der Vortrag von Dr. Martin Reulecke sowohl ein biographisches Netz um die drei Michaelis-Schwestern spannen, als auch eine Art kleines Sittengemälde der Universitätsstadt Göttingen im 18. Jahrhundert entwerfen.

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