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Posthuman Journey (UA)

Eine Trilogie von Pat To Yan | Aus dem Englischen von John Birke und Ulrike Syha

Datum:

19.07.2023

Uhrzeit:

18:00 Uhr

Ort:

Stadttheater Gießen

Südanlage 1
35390 Gießen

0641 7957-0
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Thomas Krupa inszeniert eine wilde Reise durch Raum und Zeit, von uralten Mythen in eine visionäre Zukunft. Die Uraufführung verwandelt das Theater in einen multimedialen Erlebnisraum, in dem Schauspiel, Tanz und Musiktheater gleichberechtigt zusammenspielen. Aufgrund seines ungewöhnlichen Bühnenkonzepts wird das Stück ensuite gespielt, mit einem Block zu Beginn der Spielzeit, einem am Ende.

In drei Stücken, die erstmals an einem Abend gezeigt werden, schaut der aus Hongkong stammende Autor Pat To Yan sehr tief zurück und ganz weit nach vorne, um einen scharfen Blick zu werfen auf den Zustand der Gegenwart mit ihren antidemokratischen Strömungen. Die Figuren sind Reisende: vom Norden in den verheißungsvollen Süden, vom Planet Erde auf neue Territorien, von diktatorischen Staatssystemen in demokratische Utopien. Sie sind immer auf der Flucht und immer auf der Suche. Ein Fremder aus der fernen Zukunft beschreibt im ersten Teil „Eine kurze Chronik des künftigen Chinas“ das, was uns kurz bevorsteht: Klimakrise, Flucht, Vertreibung, Despotismus. Im zweiten Teil – „Eine posthumane Geschichte“ – geht es um virtuelle Welten, um künstliche Intelligenz, um die rasante Entwicklung der Menschheit. „Überall im Universum Klang“ schließlich spielt auf einem fernen Planeten, der zusammen mit seinen Bewohnern eine Transformation durchmacht.

So wie die Inszenierung von Thomas Krupa den Blick in ein ganzes Universum öffnet, wird auch die Grenze von Bühnen- und Zuschauer:innen-Raum aufgehoben. Auf einem großen, öffentlichen Platz begegnen sich Akteur:innen und Publikum, werden die Bedingungen für eine freie Gesellschaft verhandelt. Das Kostümbild von Monika Gora trägt dem Konzept Rechnung, indem es den Bogen spannt von der Gegenwart bis ins Jahr 3500 n. Chr. Durch eine reduzierte Klarheit bleiben die Kostüme nah am Menschlichen der Figuren, verweisen eher auf ihr Inneres statt auf eine Science-Fiction-Außenwelt. Die Videos von Stefano Di Buduo eröffnen eine weitere visuelle Ebene, die auf einer realen wie emotionalen Ebene für die Anbindung und Verortung der Szenen sorgen. Sie bieten den Spielenden zudem die Möglichkeit, mit der virtuellen Welt zu kommunizieren. Die Bespielung des gesamten Theaterraums fordert ein räumlich-choreografisches Arbeiten aller Beteiligten. Der vom Streetdance und Hip-Hop kommende Choreograf Raphael Moussa Hillebrand setzt den Inhalt der Szenen mit den Tänzer:innen, Sänger:innen und Spieler:innen auf körperliche Weise fort, so dass Freiheit und Widerstand auch zum körperlichen Akt werden. In der Musik der Komponisten Hannes Strobl und Michael Emanuel Bauer vermischen sich abstrakte, instrumentale und elektronische Klänge gleichberechtigt mit Musical-Elementen, einer Komposition für Streichquartett, elektronischen Beats, Klängen der Natur, einer spätbarocken Arie und zeitgenössischer Chormusik.

Alle Vorstellungen

30.09.2022, 01.10.2022, 02.10.2022, 03.10.2022, 09.10.2022 | 18:00 Uhr
15.07.2023, 17.07.2023, 19.07.2023, 21.07.2023, 23.07.2023 | 18 Uhr

 

Inszenierung und Bühne: Thomas Krupa
Kostüme: Monika Gora
Musik und Klangkonzept, Komposition: Hannes Strobl
Komposition: Michael Emanuel Bauer
Video: Stefano Di Buduo
Choreographie: Raphael Moussa Hillebrand
Chorleitung: Jan Hoffmann
Dramaturgie: Simone Sterr, Christian Förnzler

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