Neugestaltung der Gießener Fußgängerzone

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Wie so viele im Krieg zerstörte Städte profitierte Gießen in seinem Stadtbild nicht vom Wiederaufbau. In dieser Stadt, die ihre komplette Innenstadt im zweiten Weltkrieg verloren hatte, nimmt heute die Gestalt der öffentlichen Räume in Bezug auf das Zusammenleben der Bürger dementsprechend eine besondere Rolle ein.

Neben dem Ruf als traditioneller Bildungsstandort besitzt die Universitätsstadt Gießen mit dem Einzelhandel seit jeher einen starken Wirtschaftszweig. Mit einem Marktgebiet von rund 405.000 Einwohnern und einer Zentralitätsziffer von 227 genießt Gießen eine hohe überörtliche Ausstrahlung, welche insbesondere durch die Innenstadt geprägt ist. Der Einzelhandelsstandort „City Gießen“ spürte in den letzten Jahren zunehmend sowohl die Konkurrenz zu den peripheren Geschäftszentren der Stadt als auch zu den Städten und Gemeinden des Umlandes. 

Innerhalb der besten Citylagen zeigte sich vor der Umgestaltung bereits die Tendenz, dass Teilbereiche aus besten Geschäftslagen in die weniger favorisierten Lagen zurückgestuft wurden. Wesentliche gestalterische und funktionale Defizite beschleunigten diesen Abwärtstrend. Bürger und Besucher der Stadt bemängelten in Umfragen der Justus-Liebig-Universität bereits seit längerem die fehlende Attraktivität der Fußgängerzone.


Weitere Informationen zum Gesamtprojekt finden Sie in folgenden Einzelartikeln:

Sanierung Fußgängerzone

Privater Motor der Innenstadtentwicklung

Die Aufwertung der Fußgängerzone gehörte zu den zentralen Wünschen der BIDs und mit der Umgestaltung 2007 – 2011 stellten sich die privaten und öffentlichen Akteure der ersten großen Bewährungsprobe einer effektiven und nachhaltigen Zusammenarbeit.

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Sanierung Fußgängerzone

Qualität über Wettbewerb und Beteiligung

Um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen entschied sich die Stadt für einen Realisierungswettbewerb, der einen zentralen Bereich der Gießener Einkaufszone umfasste und beispielgebend für die gesamte zukünftige Gestaltung des öffentlichen Raumes der City von Gießen werden sollte.

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Zu jeder Zeit offen kommuniziert

Große Veränderungen in der zentralen Innenstadt legen gerne mal die Nerven der Betroffenen blank – nicht so in Gießen. Die Beteiligungsstrukturen des Projektes waren von Anfang an ein integrierter Bestandteil der Gesamtmaßnahme.

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Sanierung Fußgängerzone

Bahnhofstraße und Platz an der Westanlage

Die Umgestaltung der zentral gelegenen Bahnhofstraße von der Neustadt bis zur Westanlage gehörte zu den großen Sanierungszielen im Maßnahmenkatalog der Stadterneuerung "Schanzenstraße/ Mühlstraße".

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Sanierung Fußgängerzone

Spielplatz Katharinengasse

Der Spielplatz Katharinengasse befindet sich im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet „Schanzenstraße / Mühlstraße“ und grenzt räumlich an die Löwengasse, Katharinengasse und den Katharinenplatz an.

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Die Finanzierung großer Teile der Gesamtmaßnahme erfolgt aus Städtebauförderungsmitteln und wurde mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

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