Neues Wohnquartier in Allendorf

Naturbezogenes Baugebiet mit zentralem Quartiersanger

Im Stadtteil Allendorf entsteht ein neues Wohngebiet im Grünen. Wer in Allendorf bauen möchte, schätzt die Überschaubarkeit des Ortes, die Ruhe und Naturbezogenheit und doch die Annehmlichkeiten und die Nähe zur Kernstadt Gießen.

Mit der gewählten städtebaulichen Struktur und der Orientierung der überwiegenden Anzahl der Baugrundstücke zum künftigen Grünraum oder zur freien Landschaft wird das ländliche Wohnen betont. Nahegelegene Spiel- und Freiräume, als unkomplizierte Treffpunkte für Jung und Alt und für sportliche Freizeitaktivitäten, sind besondere Qualitäten des neuen Wohnstandortes. Auf ca. 8,7 ha Fläche entstehen ca. 100 Grundstücke für eine Einzel-, Doppel- und Reihenhausbebauung.

  

Rahmenplan

Zentrale Idee des Entwurfs

Allendorf Rahmenplan



Das Konzept des Planer- und Architektenteams von BS+ Städtebau und Architektur/ Frankfurt am Main basiert auf der Leitidee einen zentralen Grünraum unter Einbeziehung der bestehenden Gehölzstrukturen zu schaffen. Dieser »Quartiersanger« bildet die räumliche Mitte des Gebiets und ermöglicht das zwanglose Treffen, das Kleinkinderspielen und das wohnungsnahes Erholen.

Über eine Fußwegeverbindung besteht einerseits für die Bewohner des neuen Quartiers die Möglichkeit den Ortskern auf kürzestem Weg zu erreichen. Andererseits können auch die alteingesessenen Bürger das neue Quartier durchqueren, so dass es ein Ort der Begegnung für alle Allendörfer Bürger werden kann.

 

Quartiersbildung

Allendorf Nachbarschaftsanger

Beiderseits des grünen Quartiersangers werden zwei winkelförmige Teilquartiere entstehen. Aufweitungen des Straßenraumes ermöglichen in beiden Teilquartieren die Ausbildung überschaubarer Nachbarschaften.

 

Gebäudetypologie
Die Bebauung wird hinsichtlich der Gebäudetypologie gemischt, so dass in allen Teilbereichen ein breites Angebot je nach Nachfrage (Einzelhäuser, Doppelhäuser und Reihenhäuser) umgesetzt werden kann. Die gewählte Erschließungsform lässt in Teilen des Quartiers eine flexible Umsetzung hinsichtlich der Gebäudetypologie zu. Grundsätzlich sollen im Kernbereich am Park möglichst dichte Baustrukturen (Reihenhäuser und Doppelhäuser) entstehen, um dem Park eine angemessene bauliche Fassung zu geben. Am Siedlungsrand im Übergang zur freien Feldflur sind eingeschossige Einzelhäuser vorgesehen.
Gestaltungsempfehlungen sollen den zukünftigen Bauherren anschaulich und beispielhaft verdeutlichen, welche Bebauungstypen in den einzelnen Quartiersabschnitten möglich sind.

 

Ortsrand

Allendorf westlicher Ortsrand

Die Einbindung in die Landschaft erfolgt durch ein das Quartier umlaufendes Grün auf öffentlichen und privaten Flächen. Eine frei wachsende Strauch- und Heckenstruktur vermittelt zwischen der Feldflur und der Bebauung und bindet den neuen Ortsrand harmonisch in die Landschaft ein. Das in Allendorf vorhandene Prinzip des Siedlungsrandweges wird fortgesetzt und so verläuft um den Siedlungskörper ein Fußweg, der an die bestehenden Feldflurwege bzw. den Rundwanderweg in Allendorf anschließt.

 

Gebietserschließung

Allendorf Erschließungsplanung

Die Haupterschließung erfolgt über einen neuen Kreisverkehr von der Kleinlindener Straße. Im Anschluss an den Kreisverkehr sorgt eine neu geplante Bushaltestelle für die Anbindung des Quartiers an die Stadtbuslinie. Die Erschließungsstraßen werden verkehrsberuhigt gestaltet. Sie ermöglichen eine hohe Aufenthaltsqualität im Wohnumfeld. Platzartige Aufweitungen (Anger) geben Raum für Aktivitäten im öffentlichen Straßenraum. Besucherstellplätze sind an mehreren Standorten im Quartier sowohl gebündelt, als auch Straßenraum begleitend überwiegend in Kombination mit einem Baumstandort vorgesehen.

 

Beginn der Erschließung

Mit der Rechtskraft des Bebauungsplans, der Erschließungsplanung und der Grundstücksbildung im Rahmen der Baulandumlegung sind die Voraussetzungen geschaffen, um mit den erforderlichen Tiefbaumaßnahmen zur Herstellung der öffentlichen Erschließung zu beginnen. Mit dem Bau der neuen Kreisverkehrsanlage an der Kleinlindener Straße und der Quartierserschließung bis zum künftigen Grünzug geht es im August 2014 los. Die weitere Erschließung des Quartiers soll dann in 2015 umgesetzt werden.

Für die Planung der Bebauung des einzelnen Baugrundstücks sind die Festsetzungen des Bebauungsplans maßgebend. Um ein städtebaulich ansprechendes Quartier zu entwickeln, ist es wünschenswert, dass jeder einzelne Bauherr ein Mindestmaß an gestalterischen Spielregeln einhält, um zum Gelingen des ganzen Gebietes beizutragen. Daher sind im Rahmen der Bebauungsplanaufstellung Gestaltungsempfehlungen vom beauftragten Architekturbüro BS+/Frankfurt erarbeitet worden, die die getroffenen Festsetzungen zur Ausgestaltung des Bauvorhabens erläutern und mit positiven Beispielen belegen. Es handelt sich um Empfehlungen für die Planung der Architektur der Hauptbaukörper, der Gestaltung von Nebenanlagen sowie für Gärten und Freibereiche.

Weitere Informationen zu den Gestaltungsempfehlungen finden Sie hier:

Informationen zu den Festsetzungen des Bebauungsplanes finden Sie hier:

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