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29.08.2019

Schäfer: Arbeitsmarkt zeigt sich robust

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Bezirk der Gießener Arbeitsagentur gesunken. Im August waren bei der hiesigen Agentur insgesamt 16696 Menschen erwerbslos gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber Juli von 108 Personen. Die Quote verharrte bei 4,5 Prozent.
Ein Jahr zuvor waren im August noch 856 Arbeitslose weniger bei der Gießener Behörde registriert. Die Arbeitslosenquote lag damals bei 4,3 Prozent.

• Arbeitslosenquote verharrt im August bei 4,5 Prozent
• 108 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 856 Arbeitslose mehr als im August 2018
• Stellenzugang und -bestand gehen im Vergleich zum Vorjahr zurück
• Zahl der arbeitslosen Jugendlichen sinkt, während die der Älteren leicht steigt

„Der regionale Arbeitsmarkt zeigt sich robust“, kommentiert der Leiter der Arbeitsagentur Gießen, Eckart Schäfer, die jetzt veröffentlichten Zahlen. „Gerade angesichts der täglichen Meldungen, dass sich die Konjunktur in Deutschland abkühlt, ist diese Nachricht von Bedeutung. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar nennenswert gestiegen. Dass die Nachfrage der Unternehmen nach neuen Mitarbeitern sinkt, gilt es nicht zu überbewerten. Vielmehr sollte jetzt die Qualifizierung von Mitarbeitern mehr in den Fokus rücken. Nur so stehen die benötigten Fachkräfte von Morgen rechtzeitig zur Verfügung.“ Die Arbeitsagentur unterstütze gerne mit Informationen und finanziellen Mitteln, ergänzt Schäfer.

Unterbeschäftigung
Die Zahl der Menschen, die nach der gesetzlichen Definition „Unterbeschäftigung im engeren Sinne“ verzeichnet sind, ist im August gesunken. Im abgelaufenen Monat waren demnach 23302 Menschen registriert. 344 Personen weniger als noch im Juli. Ein Jahr zuvor waren 781 Personen weniger registriert.

Gemeldete Stellen
Der Zugang an neu gemeldeten, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen lag im August deutlich unter dem Vorjahreswert. Den Arbeitsagenturen sowie den Jobcentern des Kreises Gießen und der Wetterau meldeten Arbeitgeber im August insgesamt 1473 neue Stellen. Dies waren 407 Stellen weniger als im August des Vorjahres.
Beim Stellenbestand zeigt sich eine geringere Lücke zum August des Vorjahres. Im abgelaufenen Monat waren 6482 Arbeitsstellen verzeichnet. 289 weniger als im gleichen Zeitraum 2018. Dies entspricht einem Rückgang von gut vier Prozent.

Männer und Frauen
Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit konnten Männer stärker profitieren als Frauen. Jedoch bewegte sich die rückläufige Entwicklung auf niedrigem Niveau.
Bei der Arbeitsagentur Gießen waren im August 9486 Männer erwerbslos gemeldeten. 99 weniger als im Juli. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 auf nun 4,8 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 599 Männer weniger gemeldet. Die Quote lag damals bei 4,6 Prozent.
7210 Frauen waren im August im Bezirk der Gießener Agentur arbeitslos gemeldet. Einen Monat zuvor waren es noch neun mehr. Die Quote blieb unverändert bei 4,1 Prozent. Im Vorjahresvergleich waren damals 257 Frauen mehr arbeitslos gemeldet. Die Quote betrug seinerzeit 4,0 Prozent.

Besondere Personengruppen
Saisonüblich ist die Anzahl der arbeitslosen Jugendlichen im August zurückgegangen. Hingegen hat sich die Zahl der Älteren erhöht.
1740 Jugendliche unter 25 Jahren, die auf der Suche nach einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle waren, waren im August arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber Juli von 211 Personen und einer jetzigen Quote von 4,3 Prozent. Im August des Vorjahres waren 114 Jugendliche weniger gemeldet. Seinerzeit lag die Arbeitslosenquote bei 4,2 Prozent.
Die Zahl der älteren Arbeitslosen ist im abgelaufenen Monat um 41 Personen auf nun 5298 gestiegen. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,1 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 59 ältere Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Damals lag die Quote bei 4,2 Prozent.

Regionale Unterschiede
Im August zeigte sich bei den drei Landkreisen im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen ein uneinheitliches Bild. Während die Anzahl der Arbeitslosen im Landkreis Gießen stieg, wurde im Wetteraukreis und im Vogelsbergkreis ein Rückgang an Arbeitslosen registriert.
Im Kreis Gießen waren im August insgesamt 7945 Menschen erwerbslos gemeldet, 125 Arbeitslose mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 auf nun 5,5 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote bei 5,2 Prozent. Damals waren 562 Menschen weniger registriert.
Im Wetteraukreis ist die Zahl der Arbeitslosen im August um 128 Personen auf jetzt 6591 gesunken. Die Quote ging um 0,1 Prozentpunkt auf nun 3,9 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren jetzt 173 Erwerbslose mehr gemeldet. Seinerzeit lag die Arbeitslosenquote bei 3,9 Prozent.
Im Vogelsbergkreis ist die Anzahl der Erwerbslosen im August zurückgegangen. 2160 Personen waren arbeitslos gemeldet, 105 weniger als noch im Juli. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 auf nun 3,7 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 121 Erwerbslose weniger gemeldet. Die Quote lag damals bei 3,5 Prozent.

Die beiden Rechtskreise (nach dem Sozialgesetzbuch II und III)
Bei der Betrachtung der Rechtskreise im Gießener Agenturbezirk zeichnete sich ein ungleiches Bild. Während die Anzahl der Arbeitslosen des Rechtskreises nach dem Sozialgesetzbuch III (Arbeitslosenversicherung) sank, ist die der im Zuständigkeitsbereich der Jobcenter (SGB II) gemeldeten gestiegen.
Bei der Arbeitsagentur Gießen (und den Geschäftsstellen in Bad Vilbel, Büdingen, Friedberg und Lauterbach) waren im August 6229 Personen gemeldet, 143 weniger als im Vormonat Juli. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag die Zahl derer heute um 519 Personen höher.
Die Zahl der in den Jobcentern geführten Erwerbslosen stieg um 35 Personen auf nun 10467. Ein Jahr zuvor wurden dort noch 337 Personen weniger geführt.
Das Jobcenter Gießen betreute im August 5562 Arbeitslose, 125 Personen mehr gegenüber dem Vormonat.
Im Jobcenter Wetterau waren im abgelaufenen Monat 3700 Arbeitslose gemeldet, 40 Personen weniger als im Vormonat Juli.
Im Vogelsbergkreis wurden bei der Kommunalen Vermittlungsagentur (KVA) insgesamt 1205 Arbeitslose im August betreut, 50 weniger als noch im Juli.

 

Quelle: Agentur für Arbeit Gießen

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