Wirtschaft

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25.03.2021

Innovationsforum Mittelhessen - großes Interesse an digitaler Transformation

„Innovationskultur als Motor der Strategieentwicklung“ – so lautete das Motto der diesjährigen Ausgabe des Forums, das pandemiebedingt als Hybrid-Format aus dem THM-Studio im Gießener Löbershof gestreamt wurde. Nach Grußworten des Aufsichtsratsvorsitzenden des Regionalmanagements Mittelhessen, Rainer Schwarz, und Hessens Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Philipp Nimmermann stellte Prof. Dipl.-Ing. Heinz Kraus in seiner Eröffnungsrede die Kundenzufriedenheit als zentrales Schlüsselelement einer gesunden Unternehmenstransformation in den Vordergrund. Etablierte Unternehmen müssten bereit sein, alles in Frage zu stellen und sich ständig zu verändern, um langfristig bestehen zu können, so Kraus.

Diesen Gedanken griff Dr. Rupert Stützle, Partner von McKinsey & Company auf, der seinen Fokus auf den Wandel der Automobil-Industrie lenkte: „Wir erleben momentan einen Paradigmenwechsel von einem Hardware-zentrierten hin zu einem datengetriebenen und Software-zentrierten Technik-Markt“, erläuterte Stützle und sieht darin den Grund für Teslas Höhenflug an der Börse. „Tesla wird als Tech-Firma bewertet und nicht als Autohersteller.“ Der deutschen Branche rät er deswegen, einen Willen zur Veränderung zu etablieren, durch genaue Marktanalysen, die Integration junger Talente oder auch Kooperationen mit Startups. Daran knüpfte Prof. Dr. Markus Pfuhl, Chief of Staff & Strategy bei der Viessmann Group, in seinem Beitrag an. So sei „Co-Creation“, also der Prozess, gemeinsam mit Mitarbeitern und anderen Unternehmen Innovationen voranzutreiben, der Grundgedanke von Viessmanns „Maschinenraum“, den man gemeinsam mit anderen Unternehmen als sogenannten „Think-Tank“ etabliert habe. „Wir bringen den deutschen Mittelstand im Innovations-Ökosystem zusammen, um Erfahrungen zu teilen und von- sowie miteinander zu lernen“ so Pfuhl, der die offene Kommunikation auch mit anderen Marktteilnehmern als essenzielles Instrument zur Innovation sieht. „Wir glauben an die Kraft des Kollektivs, um Organisationen individuell zu stärken.“

Ein ebensolcher Austausch fand im regionalen Diskussionspanel statt, das den Vormittag abschloss: Sabine Fremerey-Warnecke, Geschäftsführerin der Auto Müller GmbH, Annika Trappmann von der Blechwarenfabrik Limburg, Manuel Rupp von WeLOG und Felix Bonn von NOLTA stellten sich den Fragen der Zuschauer und sprachen mit Ökosystem-Manager Benjamin Stuchly über innovative Unternehmenskulturen und die Bedeutung regionaler Netzwerke.

Am Nachmittag wurden die Teilnehmer selbst aktiv in Online-Workshops eingebunden. Von innovativer Personalführung über den Aufbau neuer Geschäftsmodelle auf Basis bestehender Datensilos, bis hin zur Investmenttätigkeit bei Startups lieferten die mittelhessischen IHKen, die Hessen Trade and Invest und die Business Angels Mittelhessen viele Anknüpfungspunkte für den Beginn eines Innovationsprozesses.

Jens Ihle, Geschäftsführer des Regionalmanagements Mittelhessen, bewertete in seinem Abschiedsgruß das Innovationsforum und seine digitale Premiere als vollen Erfolg; die Voraussetzungen für einen vielversprechenden Wandel seien in Mittelhessen vorhanden. „Arbeiten Sie mit an der ‚Lernmaschine Mittelhessen‘, um die Innovationsfähigkeit zu erhalten.“ Sein Dank galt den finanziellen Möglichmachern der Europäischen Union durch die laufende EFRE-Förderung und der hessischen Wirtschaftsförderung (HTAI) als Premiumpartner, sowie der Technischen Hochschule Mittelhessen für die technische Unterstützung, dem Medienpartner hr-info und dem Agenturpartner transquer.

 

Quelle: Regionalmanagement Mittelhessen GmbH

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