Nur für Anlieger: Änderung in Lony- und Löberstraße
Die Löberstraße und die Lonystraße entlang der Wieseck sind bereits seit einiger Zeit als Fahrradstraßen ausgewiesen. Dort haben Radfahrerinnen und Radfahrer Vorrang, während der Autoverkehr lediglich zu Gast ist. Bisher war die Durchfahrt jedoch für den allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr freigegeben. Diese Regelung wird nun angepasst: Künftig ist die Einfahrt mit dem Auto nur noch für Anliegerinnen und Anlieger erlaubt, also für Menschen, die in den Straßen wohnen oder arbeiten, jemanden besuchen oder dort etwas erledigen.
Mit dieser Maßnahme setzt die Stadt um, was der Gesetzgeber für Fahrradstraßen vorsieht. Gleichzeitig schaffen wir mehr Sicherheit und Übersichtlichkeit für alle, die mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind. Gerade im Alltag, etwa auf dem Schul- oder Arbeitsweg, können unnötige Konflikte mit Autos, die die Straßen nur als Abkürzung nutzen, vermieden werden. Die Anwohnenden profitieren zudem von einer spürbaren Reduzierung des Durchgangsverkehrs, was weniger Lärm, weniger Abgase und insgesamt mehr Aufenthaltsqualität bedeutet.
Auch die Belange des Autoverkehrs werden berücksichtigt: Die Straßen bleiben für alle erreichbar, die dort wohnen oder etwas zu erledigen haben. Der Durchgangsverkehr wird stattdessen auf die dafür ausgelegten Hauptstraßen wie die Ludwigstraße, den Berliner Platz oder die Südanlage verlagert.
Gleichzeitig wird die Freigabe der Einbahnstraße Löberstraße für den Radverkehr in Gegenrichtung zwischen Bismarckstraße und Goethestraße vorbereitet. Diese Maßnahme soll den Radfahrenden den Wechsel der Wieseck-Seiten auf der vielbefahrenen Bismarckstr. ersparen, wenn sie entlang der Wieseck fahren möchten. Diese neue Regel ist noch in Vorbereitung, die Beschilderung fehlt noch.
Die Stadtpolizei wird die Einhaltung der neuen Regelung in nächster Zeit verstärkt kontrollieren. Ziel ist es, die neuen Regeln im Interesse aller Verkehrsteilnehmenden durchzusetzen und für eine nachhaltige Verbesserung der Situation im Quartier zu sorgen.
Mit dieser Anpassung kommen wir dem Anspruch näher, Fahrradstraßen zu sicheren und lebenswerten Orten für Rad- und Fußverkehr, für Anwohnende und nicht zuletzt für die gesamte Stadtgesellschaft zu machen.