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19.07.2022

Landkreis Gießen mit Hinweisen zum richtigen Verhalten bei Hitze

Temperaturen sind Risiko für Menschen und Tiere

Die große Hitze bedeutet für viele Menschen eine hohe Belastung: Die Leistungsfähigkeit ist eingeschränkt, sie fühlen sich schlapp und unwohl. Besonders gefährdet bei den hohen Temperaturen sind chronisch Kranke, Schwangere und ältere Menschen – darauf weist das Gesundheitsamt des Landkreises Gießen hin. Herz- und Kreislauferkrankungen, Hitzekrämpfe, ein Hitzschlag oder ein Sonnenstich können durch die hohen Temperaturen ausgelöst werden. Ernstzunehmende Warnzeichen des Körpers auf die hohe Wärmebelastung sind Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und ein generelles Gefühl der Erschöpfung.

Aufenthalt im Freien mittags vermeiden und viel trinken

Wer es einrichten kann, sollte einen Aufenthalt im Freien zur Mittagszeit vermeiden. Für Aktivitäten im Freien sollten am besten die frühen Morgen- oder späten Abendstunden genutzt werden. Außerdem sollte beim Gang in die direkte Sonne unbedingt Sonnenschutzmittel aufgetragen werden.

Durch das Schwitzen verliert der Körper besonders viel Flüssigkeit. Dieser Flüssigkeitsverlust muss daher unbedingt ausgeglichen werden. Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees oder auch verdünnte Fruchtsäfte sind dazu besonders gut geeignet. Je nach Körpergewicht sollten zwischen zwei und drei Litern am Tag getrunken werden. Vorsicht vor Alkohol: Dieser entzieht dem Körper zusätzlich Flüssigkeit.

Kinder und Tiere auf keinen Fall im Auto lassen

„Kinder und gesundheitlich geschwächte Menschen dürfen unter keinen Umständen in parkenden Autos zurückgelassen werden, auch nicht für eine kurze Zeit“, mahnt Gesundheitsdezernent Hans-Peter Stock. Gleiches gelte natürlich auch für Tiere. Bei einer Außentemperatur von 34 Grad steigt die Innentemperatur eines in der Sonne abgestellten Fahrzeugs innerhalb einer halben Stunde bereits auf 50 Grad an.

Besonders Eltern von Säuglingen und Kleinkindern sollten darauf achten, hohe Außentemperaturen und starke Sonneneinstrahlung zu vermeiden.

Weidetiere benötigen Schatten und Wasser

Auch Tiere leiden unter der Hitze, benötigen Schutz und ausreichend Wasser. Pferde, Rinder und andere Weidetiere benötigen in der prallen Mittagshitze Schattenplätze, etwa einen Unterstand oder dicht belaubte Bäume – darauf weist das Veterinäramt des Landkreises hin. Dabei ist es wichtig, dass genug Platz im Schatten für alle Tiere ist. „Eine ausreichende Wasserversorgung ist zwingend nötig“, erklärt Dr. Maike Klein, Amtstierärztin und Fachtierärztin für Tierschutz. „An einem Tag mit durchschnittlichen Temperaturen trinkt ein Pferd ungefähr 30 Liter und ein Rind sogar zwischen 50 und 100 Liter. Dieser Bedarf wird leider häufig unterschätzt.“

 

Mehr Infos auf der Themenseite Hitze und Trockenheit

 

Quelle: Landkreis Gießen

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