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Finanzdienstleister nach § 32 Kreditwesengesetz, Erlaubnis

Als Finanzdienstleister gelten Sie, wenn Sie Finanzdienstleistungen für andere gewerbsmäßig oder in einem Umfang erbringen, der einen kaufmännischen Geschäftsbetrieb erfordert, und Ihr Unternehmen kein Kreditinstitut ist.

Für folgende Finanzdienstleistungen benötigen Sie eine Erlaubnis nach §32 Kreditwesengesetz (KWG):

  • Anlagevermittlung
    Vermittlung von Geschäften über Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten, beispielsweise von Wertpapieren oder Devisen oder deren Nachweis
  • Abschlussvermittlung
    Anschaffung oder Veräußerung von Finanzinstrumenten in fremdem Namen für fremde Rechnung
  • Finanzportfolioverwaltung
    Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum
  • Eigenhandel
    Anschaffung und Verkauf von Finanzinstrumenten für andere über Eigenhandel
  • Vermittlung von Einlagen in Drittstaaten
    Vermittlung von Einlagengeschäften mit Unternehmen mit Sitz außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)
  • Finanztransfergeschäfte
    Besorgung von Zahlungsaufträgen
  • Sortengeschäft
    Handel mit Sorten oder Fremdwährungen
  • Kreditkartengeschäfte
    Ausgabe und Verwaltung von Kreditkarten oder Reiseschecks, ausgenommen, wenn der Kartenherausgeber auch der Erbringer der Leistung ist, die dem Zahlungsvorgang zugrunde liegt

 

An wen muss ich mich wenden?

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
 

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • in beglaubigter Kopie:
    • Gründungsunterlagen
    • Gesellschaftsvertrag oder die Satzung
  • Geschäftsordnung für die Geschäftsleitung
  • Nachweis der erforderlichen finanziellen Mittel
  • Nachweise über die fachliche Eignung und Zuverlässigkeit des Antragstellers und der Geschäftsführer:
    • Lebenslauf (lückenlos und unterzeichnet) von jedem Inhaber und jedem Geschäftsführer
    • Zeugnisse der in den letzten 3 Jahren beendeten Beschäftigungsverhältnisse von jedem Inhaber und von jedem Geschäftsführer
    • Straffreiheitserklärung (PDF)
    • Geschäftsplan

Welche Gebühren fallen an?

Antragstellung
Die Höhe der anfallenden Gebühren richtet sich nach dem Arbeitsaufwand für die Bearbeitung des Antrags sowie nach dem Geschäftsumfang des jeweiligen Unternehmens. In der Regel fallen mindestens 2.000,00 Euro Gebühren an.

ACHTUNG! Auch wenn Sie Ihren Antrag zurückziehen oder Ihnen die Erlaubnis nicht erteilt wird, können Gebühren anfallen.

Aufsicht
Für die staatliche Aufsicht fallen einmal jährlich Gebühren an, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) legt die Kosten auf die einzelnen Institute um.

Rechtsgrundlage

Was sollte ich noch wissen?

Hinweise (Besonderheiten)
Für andere Finanzdienstleistungen ist eventuell eine Erlaubnis nach der Gewerbeordnung nötig. Bitte prüfen Sie vor der Antragstellung, welche Genehmigung für Ihr Gewerbe erforderlich ist.

Fachlich freigegeben am

03.09.2010

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