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Arbeitsgelegenheiten (Ein-Euro-Jobs, Zusatzjobs)

Arbeitsgelegenheiten dienen dazu, dass die Teilnehmer berufliche Erfahrungen sammeln, ihre Kenntnisse erweitern und soziale Kontakte knüpfen. Auch Menschen, die schon längere Zeit erwerbslos sind, erhalten damit eine Chance, wieder in das Arbeitsleben einbezogen zu werden. Die Vermittlung eines Arbeits- oder Ausbildungsplatzes, eine Qualifizierung und andere Eingliederungsmaßnahmen haben jedoch Vorrang.

Seit dem 01.04.2012 gibt es nur noch die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Arbeitsgelegenheit mit Aufwandsentschädigung. Die umgangssprachlich auch "Ein-Euro-Jobs" oder "Zusatzjobs" genannten Arbeitsgelegenheiten begründen kein Arbeitsverhältnis. Es wird kein Arbeitsentgelt gezahlt, sondern eine Mehraufwandsentschädigung. Diese Entschädigung ist nicht auf 1,00 Euro pro Stunde begrenzt, sondern sie soll angemessen sein.

Beträge sind nicht gesetzlich festgelegt, empfohlen wird ein Stundensatz von 1,00 Euro - 2,00 Euro. 

Neben der Aufwandsentschädigung erhalten die Teilnehmer weiterhin Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes und sie bleiben über den zuständigen Träger der Grundsicherung kranken-, pflege- und rentenversichert.

Über die wöchentliche Arbeitszeit und die Dauer eines Zusatzjobs entscheidet der zuständige Träger der Grundsicherung – je nach Fähigkeiten und Bedürfnissen der Betroffenen.

Förderfähig sind im öffentlichen Interesse liegende, zusätzliche und wettbewerbsneutrale Arbeiten, zum Beispiel für Gemeinden, Vereine, Kirchen und Wohlfahrtsverbände ("Maßnahmeträger"). Eine Beeinträchtigung der Wirtschaft als Folge der Förderung darf nicht zu befürchten sein (arbeitsmarktpolitische Zweckmäßigkeit).

 

An wen muss ich mich wenden?

für die Anerkennung und die Vermittlung:

  • an das örtlich zuständige Jobcenter (gemeinsame Einrichtung der Bundesagentur und des kommunalen Trägers) oder
  • an den zugelassenen kommunalen Träger
     

Welche Unterlagen werden benötigt?

Das Jobcenter beziehungsweise der zugelassene kommunale Träger verfügt über Angaben und Nachweise der Qualifikation der Teilnehmer. Daher sind in der Regel keine weiteren Unterlagen erforderlich.

Sollte das Jobcenter beziehungsweise der zugelassene kommunale Träger trotzdem weitere Unterlagen benötigen, sind die Teilnehmer zur Vorlage verpflichtet.

Welche Gebühren fallen an?

Die Vermittlung in einen Zusatzjob ist für die Teilnehmer kostenlos.

Welche Fristen muss ich beachten?

Die Dauer und Zielsetzung des Zusatzjobs werden in der Eingliederungsvereinbarung festgehalten. Die Dauer beträgt längstens 24 Monate innerhalb von 5 Jahren.

Rechtsgrundlage

Urheber

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