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22.03.2020

Landkreis Gießen bietet KV Hessen Unterstützung für verbessertes Coronavirus-Testcenter an

Gesprächsergebnisse sollen kommende Woche vorliegen / Insgesamt 64 bestätigte Fälle von SARS-CoV-2

Der Landkreis Gießen befindet sich in Verhandlungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen, um den Ablauf der Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) zu verbessern. Diese Tests übernimmt die KV über den Ärztlichen Bereitschaftsdienst in Lich. Dieser ist Anlaufstelle für das gesamte Kreisgebiet. Dabei kommt es zu erheblichen Wartezeiten, zu Kontakten zwischen Personen in der Warteschlange, außerdem zu Verkehrsbehinderungen im Umfeld des Testcenters. „Wir haben der KV Unterstützung angeboten, um einen geeigneteren Ort zu finden, den Informationsfluss mit dem Gesundheitsamt zu verbessern und insgesamt zu einem besseren Vorgehen zu kommen“, sagt Landrätin Anita Schneider. „Dies ist nicht nur im Interesse des Kreises und aller Kommunen, sondern auch ein dringender Wunsch der Ärzteschaft. Die KV hat nun signalisiert, dass sie bereit dazu ist, gemeinsam mit uns eine neue Aufstellung zu finden. Wir hoffen, dass Ergebnisse in der kommenden Woche vorliegen.“

Kitas: Kreis und Kommunen begrüßen gelockerte Elternteil-Regelung

Landrätin Schneider informierte über den aktuellen Stand am Samstag die Bürgermeisterdienstversammlung des Kreises. Thema war dabei erneut die Regelung für die Notbetreuungsplätze an den Kitas. Bürgermeister und Landrätin begrüßten, dass das Land zwischenzeitlich der Empfehlung vieler Kommunen gefolgt ist und nun auch berücksichtigt, wenn nur ein Elternteil in einem der relevanten Berufe arbeitet, die Anrecht auf einen Notbetreuungsplatz haben. Zuvor sah die Landesregelung vor, dass beide Elternteile oder ein alleinerziehendes Elternteil in einem der relevanten Berufe tätig sein mussten. Dies wurde nun geändert.

https://soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/corona-hessen/umgang-mit-corona-kita-und-kindertagespflegestellen 

„Es ist gut, dass das Land diese Notwendigkeit erkannt und berücksichtigt hat“, sagt Schneider. Gerade der Landkreis Gießen als Standort mehrerer Kliniken sei hier in einer Sonderrolle. „Wir müssen unbedingt vermeiden, dass Pflegepersonal nicht arbeitet, weil Kinder nicht betreut werden können. Denn im Zweifel wäre in dieser Situation auch derjenige Elternteil zuhause geblieben, der weniger verdient.“

Hygienefachkräfte unterstützen Kreis-Gesundheitsamt

Der Verwaltungsstab des Landkreises hat in den vergangenen Tagen Voraussetzungen getroffen, um so schnell wie in der derzeitigen Situation möglich das Gesundheitsamt personell zu verstärken. Allein das Ermitteln und Informieren der Kontaktpersonen von Infizierten – Ende vergangener Woche lag deren Zahl bei gut 200 – ist ein enormer zeitlicher Aufwand. Der Landkreis hat in Abstimmung mit der Technischen Hochschule Mittelhessen fachkundige Studierende für Krankenhaushygiene akquiriert, außerdem sind Ausschreibungen für Hygienefachkräfte erfolgt. Für geeignete Aufgaben ist auch vorgesehen, Personal aus anderen Bereichen der Verwaltung, die derzeit nur eingeschränkt arbeiten, umzuschichten. „Viele Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitsdienst, aber auch aus anderen Bereichen arbeiten derzeit bis an die Grenzen der Belastbarkeit. Andererseits gibt es aber auch aus den weiteren Reihen des Verwaltungsteams eine große Bereitschaft, anzupacken, wo es dringend nötig ist. Das ist ein tolles Zeichen von Solidarität“, sagt Landrätin Schneider.

Die Kreisverwaltung selbst ermöglicht in vielen Fällen Homeoffice-Lösungen für ihre Beschäftigten und hat Regelarbeitszeiten ausgeweitet, um einerseits das Infektionsrisiko zu minimieren und andererseits die Betreuung von Kindern und Angehörigen zu ermöglichen. „Bei vielen unserer Dienstleistungen geht es um gesetzliche Aufgaben“, sagt Schneider. „Wir können nicht einfach schließen oder Kurzarbeit anmelden.“

64 bestätigte Fälle des Coronavirus

Im Landkreis Gießen gab es (Stand 21. März, 17 Uhr) 64 bestätigte Fälle des Coronavirus. Drei davon befinden sich in stationärer Behandlung. Drei sind wieder genesen.

 

Die wichtigsten Meldungen zusammengefasst

 

Quelle: Landkreis Gießen

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