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No food, no rats

Mit einer Kampagne wollen die Mittelhessischen Wasserbetriebe und die Stadt Gießen die Menschen in Gießen für das Rattenproblem in der Stadt sensibilisieren. Hierfür wurden die Sommermonate Juni, Juli und August ausgewählt, weil dann viel Zeit in der Natur verbracht wird. Ob beim Baden an der Lahn, beim Sonnen im Park oder dem Grillen mit Freunden: Häufig wird dann auch draußen gegessen. Viele Essensreste und Verpackungen werden achtlos zurückgelassen und nicht anständig entsorgt. Das lockt natürlich Tiere, allen voran Ratten, an. Ratten fressen so ziemlich alles, was wir ihnen überlassen.

Durch den heißen und langen Sommer 2018 gab es für die Ratten reichlich Nahrung durch Grill-Reste, weggeworfene Essens- und Eisreste. Somit war es ein Paradies für die Nager!

Je mehr Futter den Ratten serviert wird, umso schneller vermehren sie sich. Man geht davon aus, dass in vielen deutschen Städten 5 Ratten je Einwohner leben. Weibchen bekommen bis zu 40 Junge pro Jahr. Regelmäßig rufen besorgte Gießener Bürger*innen bei den MWB oder bei einer Dienststelle der Stadtverwaltung an und berichten von einer zunehmenden Rattenpopulation. Die Folgen sind:

  • Übertragung von Krankheiten: Sie können bis zu 120 Infektionskrankheiten, z.B. Hantavirus, Typhus, Cholera und Leptospirose, übertragen
  • Materialschäden, z.B. durch Nageschäden oder Wühltätigkeiten
  • Schäden an Vorräten, z.B. durch Verunreinigung
  • Angst, Ekel und unangenehme Gefühle

 

Die Kampagne soll Gießener Bürger*innen durch Aufklärung und Motivation sensibilisieren, Nahrungsmittelabfälle bewusster und verantwortungsvoller zu entsorgen, um die Rattenpopulation auf natürliche Weise einzudämmen. Mit dem Slogan: „Keine Essensreste für Ratten!“ wird unmissverständlich darauf hingewiesen, dass Speisen nicht achtlos weggeworfen werden sollen. Denn Ratten leben nicht nur im Verborgenen im Kanal, sondern sogar überwiegend oberirdisch in Gebüschen und Erdlöchern - vorzugsweise dort, wo sie Nahrung finden. Das Gießener ca. 500 km langes Kanalrohrnetz nutzen die Nager gerne als "Autobahn", um zügig an den einen oder anderen Ort zu kommen.

Was Sie tun können

  • Keine Essensreste in Abfluss und WC!
  • Müllsäcke nicht neben die Mülltonnen stellen!
  • Keine offenen Essensreste im Hausmüll entsorgen!
  • Keine Essensreste in den Komposter!
  • Gelbe Säcke geschützt lagern bis sie abgeholt werden!
  • Lebensmittelverpackungen nicht ausgespült, sondern restentleert in den gelben Sack (löffelrein)!
  • Wildlebende Tiere wie Tauben, Enten und Schwäne nicht füttern! Auch Ratten profitieren von diesem Futter.
  • Keine Abfälle in Grünanlagen liegen lassen!
  • Essensreste in Straßen, Parks und Höfen – etwa nach dem Grillen, oder vom „Essen to go“ – nicht achtlos liegen lassen!
  • Bieten Sie keinen Unterschlupf oder Nistmöglichkeiten und halten Sträucher, Hecken, Büsche, Bodendecker und Kletterpflanzen kurz bzw. lichten diese aus!
  • Vermeidung von verwilderten Grundstücken!
  • Ratten können auch über Schächte, Fall- und Abwasserrohre in die Häuser gelangen – offene Stellen jeder Art sollten daher am Gebäude verschlossen werden/sein!
  • Reparieren Sie defekte Kanalrohre und sonstige Hausanschlüsse!
  • Einbau von Rückstauklappen in Abflusssysteme!

 

Dies und weitere Infos im Faltblatt:

Und unter Kampagne no food no rats

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