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10.09.2020

OB Grabe-Bolz besorgt über Lage der Flüchtlinge in Moria

[Ergänzung vom 11.09.2020: Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz hat sich zusammen mit neun weiteren Oberbürgermeister*innen in einem Statement an Bundeskanzlerin Merkel und an den Bundesinnenminister Horst Seehofer gewandt und darin die Bereitschaft zur Aufnahme der von der humanitären Katastrophe betroffenen Menschen bekräftigt. Den Brief können Sie hier einsehen:]

 

Das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist durch einen Brand fast vollständig zerstört worden. 12.000 Menschen, darunter hunderte Kinder, sind betroffen. Vor wenigen Tagen waren im Lager die ersten Corona-Fälle zu verzeichnen, Moria und seine Bewohnerinnen und Bewohner stehen unter Quarantäne.

Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz dazu: „Was wir aktuell aus Moria hören und sehen, besorgt mich zutiefst. Schon vor diesem schrecklichen Brand war die Lage in Moria und den Camps der Umgebung geprägt von menschenunwürdigen Lebensbedingungen. Mit der Brandkatastrophe aber ist die Perspektive für diese Menschen aussichtlos geworden. Es handelt sich bei der aktuellen Situation um eine humanitäre Katastrophe.
Ich würde mir wünschen, dass Bund und Länder es Städten, die sich für die Aufnahme bereit erklärt haben, ermöglichen, Hilfe zu leisten. Was wir immer zum Ausdruck gebracht haben ist: In Gießen sind die entsprechenden Erfahrungen und Kapazitäten gerade für die Aufnahme von unbegleiteten Kindern und Jugendlichen vorhanden. Dies hat sich in der Vergangenheit bereits bewährt. Wir sind weiterhin bereit, einen Beitrag zu leisten.“

 

Hintergrund

Dem Bündnis „Städte Sicherer Häfen“, welches im Juni 2019 gegründet wurde gehören heute 64 Mitglieder an. Gießen ist nach einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung seit November 2019 dabei. Das Bündnis ist ein Zusammenschluss von Kommunen und Landkreisen, die sich für eine zusätzliche Aufnahme von Geflüchteten einsetzen. Es macht sich stark für Möglichkeiten der kommunalen Aufnahme von Geflüchteten. Die Koordinierung des Bündnisses liegt bei der Landeshauptstadt Potsdam, Bereich Partizipation und Tolerantes Potsdam.

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